Weltklasse

Die politische Feder 6/2017
01.06.2017
Netzelektriker: Sie sorgen nicht nur für den sicheren Stromtransport, sondern auch für die problemlose Stromverteilung. Die Arbeit mit Hochspannungskomponenten erfordert ein besonderes Augenmerk auf die Arbeitssicherheit.

Die Schweiz ist Weltklasse: Sie verfügt über eine praktisch CO2-freie und zu rund 60 % erneuerbare Stromproduktion. Sie ist ausserordentlich stark in das europäische Verbundnetz eingebunden und ihre Versorgungssicherheit ist exzellent, mit unter einer Viertelstunde ungeplanter Stromunterbrechungen pro Endverbraucher und Jahr. Weltklasse ist die Schweiz auch in der Berufsbildung. Mit ihrem dualen Berufsbildungssystem lockt sie immer wieder ausländische Besucher an, welche sich vom praxis- und bedarfsorientierten Schweizer Modell inspirieren lassen wollen. 

Energieversorgung wie Berufsbildung müssen sich den Veränderungen aufgrund von Innovationen, der Verbreitung digitaler Technologien und geänderter Stromproduktionsmuster anpassen. Dazu muss rechtzeitig die berufliche Fachkompetenz aufgebaut werden. Der VSE ist an vorderster Front aktiv, um die künftigen Fachspezialisten auszubilden. Dazu entwickelt er gezielt neue Angebote: Der «Energie- und Effizienzberater mit eidg. Diplom» hat den optimalen Einsatz von Energie im Fokus. Der Lehrgang ist vor Kurzem zum zweiten Mal erfolgreich gestartet. Der vor der Lancierung stehende «Dispatcher Energie» stellt eine integrierte Sicht auf Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmenetze sicher. Der «IT Security Expert» – ab 2018 im Angebot – gewährleistet die sichere Nutzung von Daten. Und schliesslich wird der Klassiker, der «Netzelektriker», laufend weiterentwickelt und das Angebot an Kursen ausgebaut.

«Der VSE setzt sich nun im Rahmen der Vernehmlassung zu den Verordnungsbestimmungen dafür ein, dass die neue Bundesunterstützung sowohl für die Kursanbieter als auch für die Berufsleute mit möglichst wenig administrativen Hürden umgesetzt wird.»

Eine wichtige Unterstützung ist dabei, dass der Bund sein Engagement verstärken wird. Ab 2018 können Absolvierende von Vorbereitungskursen auf Prüfungen der höheren Berufsbildung auf eine finanzielle Unterstützung zählen. Damit wird ein hochwillkommener Beitrag an die Attraktivitätssteigerung der höheren Berufsbildung, insbesondere gegenüber der universitären Laufbahn, geleistet. Diese wiederum hilft mit, den Fachkräftebedarf, welcher gerade in den technischen Berufen nach wie vor sehr hoch ist, zu befriedigen. Der VSE setzt sich nun im Rahmen der Vernehmlassung zu den Verordnungsbestimmungen dafür ein, dass diese neue Bundesunterstützung sowohl für die Kursanbieter als auch für die Berufsleute mit möglichst wenig administrativen Hürden umgesetzt wird.

So werden wichtige Voraussetzungen erfüllt, damit die Schweiz in der Energieversorgung und in der Berufsbildung auch in Zukunft Weltklasse bleibt.

Siehe auch


Die politische Feder

Unter der Rubrik "Die politische Feder" veröffentlicht Dominique Martin, Bereichsleiter Public Affairs des VSE, im Branchenmagazin Bulletin regelmässig Kommentare und Einschätzungen zu energiepolitischen Themen.