Verlegung Erdkabelleitung zur Stärkung der Stromversorgung in der Gemeinde Glarus

Axpo erneuert die bestehende Kabelleitung zwischen den Trafostationen Vorauen und Magazin Klöntal in der Gemeinde Glarus (Kt. Glarus). Mit der Verlegung eines neuen Stromkabels im Klöntalersee und unter Einhaltung strenger Umweltauflagen sichert Axpo so nachhaltig die zuverlässige Stromversorgung im Klöntal. Die Bauarbeiten haben im Januar 2026 begonnen.
15.01.2026

Das ist eine Medienmitteilung von Axpo – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.
 

Darum geht’s:

  • Axpo ersetzt aus Altersgründen die bestehende 16-Kilovolt-Leitung in der Kantonsstrasse am Klöntalersee.
  • Mit diesem Infrastrukturprojekt investiert Axpo in die zuverlässige und nachhaltige Stromversorgung im Klöntal.
  • Axpo setzt die behördlich vorgegebenen Massnahmen zum Schutz von Fauna und Flora um und arbeitet zusammen mit lokalen Partnern. 

Axpo versorgt mit ihren ober- und unterirdischen Leitungen die gesamte Nordostschweiz mit Strom. Die seit Ende der fünfziger Jahre bestehende 16-Kilovolt-Kabelleitung zwischen der Trafostation Vorauen und der Trafostation Magazin Klöntal in der Gemeinde Glarus wird aus Altersgründen ersetzt und in den Klöntalersee gelegt. Axpo hat im Januar 2026 mit den Bauarbeiten begonnen. Mit diesem Infrastrukturprojekt stellt Axpo die zuverlässige und nachhaltige Stromversorgung der Region Klöntalersee langfristig sicher.

Kabelverlegung im Klöntalersee

Der bisher in der Kantonsstrasse verlaufende 5 km lange Leitungsabschnitt wird im Klöntalersee auf zwei Arten verlegt.

  1. Rund 2.7 Kilometer der Leitung werden in einem Kabelrohrblock (auf der alten Pragelstrasse) im See verlegt.
  2. Die restlichen 2.3 Kilometer werden als freiliegendes Seekabel auf den Seeboden abgesenkt. In den Übergangsbereichen, zwischen dem Kabelrohrblock und der Seeverlegung, werden die Kabelschutzrohre in Spülbohrungen eingezogen. Damit ist das Seekabel bei jeder Wasserhöhe von aussen unsichtbar und geschützt.

Die Verlegung in der Kantonsstrasse ist nicht möglich, da die Strasse zu lange gesperrt werden müsste.

Während der Bauphase bleibt die Kantonsstrasse für den Verkehr befahrbar. Die Einschränkungen werden minimiert.

Umwelt- und Artenschutz im Fokus

Das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem Kanton Glarus das Projekt unter strengen Auflagen genehmigt. Massnahmen wie die Schaffung von Lebensräumen für Amphibien sowie der Schutz von Flora und Fauna während der Arbeiten sind integraler Bestandteil des Projekts. Eine externe Umweltbaubegleitung überwacht
die Einhaltung der behördlichen Vorgaben.

Axpo legt grossen Wert auf die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Die Bauleitung wurde regional vergeben, um eine transparente Kommunikation mit der Gemeinde, den Behörden und dem Fischereiverein sicherzustellen. (Axpo)