Das ist eine Medienmitteilung von StWZ – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.
Die Stromkosten 2027 hängen vom Tarif und Verbrauchsprofil ab. Während Haushalte und kleine Betriebe von tieferen Kosten profitieren, steigen bei grösseren Strombezügern teilweise die Netznutzungskosten aufgrund höherer Leistungspreise.
Energiepreis sinkt deutlich
Der Strompreis setzt sich aus den Energiekosten für den gelieferten Strom, der Netznutzung für Bau, Betrieb und Unterhalt der Stromnetze sowie dem Messtarif und den Abgaben zusammen. «StWZ kann die Strompreise für 2027 um durchschnittlich 10 Prozent reduzieren, da die Kosten für die Strombeschaffung gesunken sind», erklärt Claudia Beck, Leiterin Kundenservice bei StWZ Energie AG. Zusätzlich fällt die Belastung durch sogenannte Deckungsdifferenzen der Vorjahre – Abweichungen zwischen den prognostizierten und den tatsächlich angefallenen Kosten – deutlich geringer aus als im Vorjahr. Ein typischer Vierpersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4’500 Kilowattstunden zahlt daher jährlich rund 141 Franken weniger für Strom. Claudia Beck ergänzt: «Das Standardprodukt ECO kostet in Zofingen ab 2027 durchschnittlich 28.37 Rappen pro Kilowattstunde. In Strengelbach beträgt der Durchschnittspreis 28.57 Rp./kWh.» Die Differenz von 0.20 Rp./kWh erklärt sich durch die höhere Konzessionsabgabe der Gemeinde Strengelbach von 1.00 Rp./kWh gegenüber 0.80 Rp./kWh in Zofingen. «Die deutlich tieferen Energiepreise führen für die meisten Kundinnen und Kunden zu einer spürbaren Entlastung. Wie stark die Stromkosten im Einzelfall sinken, hängt jedoch vom jeweiligen Tarif und vom individuellen Verbrauchsprofil ab», erklärt Beck.
Netznutzungskosten für Haushalte sinken leicht
Die Netznutzung umfasst die Kosten für die Nutzung des Stromnetzes sowie die Beiträge
an Swissgrid für Systemdienstleistungen, Stromreserve und sogenannte «solidarisierte Kosten». Die Systemdienstleistungen für die Netzstabilität der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid sinken von 0.27 auf 0.19 Rp./kWh. Die Kosten für die Winterstromreserve sinken von 0.41 auf 0.17 Rp./kWh. Die «solidarisierten Kosten» dienen den Netzverstärkungen in den unteren Netzebenen sowie der Überbrückungshilfe der Aluminium- und Stahlindustrie. Diese steigen von 0.05 auf 0.19 Rp./kWh. Gesamthaft sinken diese drei Swissgrid-Komponenten um 0.18 Rp./kWh. Dem stehen steigende Kosten für das vorgelagerte Netz sowie leicht höhere eigene Netzkosten pro Kilowattstunde gegenüber. Die Konzessionsabgaben an die Gemeinden und der Netzzuschlag des Bundes zur Förderung erneuerbarer Energien bleiben unverändert. Insgesamt sinken die Netznutzungskosten für einen typischen Vierpersonenhaushalt um 0.51 Rp./kWh beziehungsweise 4.1 Prozent. (StWZ)