Stabilität und Weichenstellung im IBI-Geschäftsjahr 2025

Die Industrielle Betriebe Interlaken AG (IBI) verzeichnete im vergangenen Jahr einen stabilen Energieabsatz. Kund*innen profitierten von tieferen Strompreisen und vereinfachten Tarifen.
12.02.2026

Das ist eine Medienmitteilung von IBI – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.

 

Rund 96 Millionen Kilowattstunden Strom setzte die IBI im Jahr 2025 innerhalb ihres Verteilnetzes ab – 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Eigenproduktion lag bei 13,2 Millionen Kilowattstunden und damit 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Grund dafür waren Garantiearbeiten am Wasserkraftwerk am Schifffahrtskanal im Herbst.

Nach den starken Preissteigerungen am Strommarkt ab Mitte 2022 konnte die IBI die Energie für das Jahr 2025 wieder günstiger einkaufen. Auch der in den eigenen Kraftwerken produzierte Strom lag zum Zeitpunkt der Beschaffung preislich unter dem Marktstrom. Zusätzlich senkte die nationale Netzgesellschaft Swissgrid ab 2025 die Kosten für die allgemeinen Systemdienstleistungen (SDL) und die Gebühren für die Stromreserve. Diese Faktoren führten zu einer markanten Senkung der IBI-Strompreise um rund 24 Prozent.

Im Berichtsjahr vereinfachte die IBI ihr Stromangebot. Das neue Produkt “IBI-Strom" besteht zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Es setzt sich aus regional produziertem Wasser- und Sonnenstrom zusammen und wird ergänzt durch Wasserkraft aus der Schweiz und weiteren europäischen Ländern.

Der in den 1960er-Jahren eingeführte Doppeltarif wurde 2025 zum letzten Mal angewendet. Seit Anfang 2026 gilt bei der IBI ein Einheitstarif. Hintergrund ist der starke Ausbau der Photovoltaik, der die Logik von Stromproduktion und -verbrauch grundlegend verändert hat. Heute fällt die günstigste und umweltfreundlichste Stromnutzung tagsüber an, wenn viel Solarstrom ins Netz eingespeist wird. Eine Verlagerung des Verbrauchs in die Nacht ist daher nicht mehr sinnvoll.

Absatzrückgang beim Gas

Der Gasabsatz sank 2025 auf 35,9 Millionen Kilowattstunden, was einem Rückgang von 19,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insbesondere Grosskunden haben ihre Anlagen optimiert oder sind auf alternative Systeme umgestiegen. Insgesamt zeigt sich eine klare Tendenz hin zu erneuerbaren Heizlösungen wie Wärmepumpen und Fernwärme.

Konstante Wasserversorgung auf hohem Niveau

Der Wasserabsatz lag 2025 bei rund 1,8 Millionen Kubikmetern und damit 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anteil an Quellwasser betrug 97 Prozent, im Vorjahr waren es noch 99,4 Prozent. Grund für den leichten Rückgang waren Reinigungs- und Revisionsarbeiten an den Infrastrukturanlagen im Saxettal. Während dieser Arbeiten wurde die Versorgung zuverlässig mit Grundwasser aus dem Pumpwerk Matten sichergestellt. (IBI)