Das ist eine Medienmitteilung von Repower – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.
Die Arbeiten zum Rückbau des Kraftwerks Lietha begannen im Sommer 2025 (RepowerMedienmitteilung vom 2. Juli 2025). Mit dem Abschluss des Projekts wurden frühere Eingriffe in die Landschaft rückgängig gemacht und die von den Anlagen beanspruchten Flächen wiederhergestellt. Zurückgebaut wurden sämtliche baulichen Elemente der ehemaligen Hochund Niederdruckanlagen. Dazu gehörten die Wasserfassungen am Sagabach und am Taschinasbach, die Freispiegelleitung zum Reservoir, die Druckleitungen beider Anlagen sowie die markante Stahlbrücke, auf der die Leitungen den Bach querten. Von dort verliefen sie entlang der Felswand bis nach Grüsch.
Über viele Jahrzehnte prägte das Wasserkraftwerk Lietha die Stromversorgung im Vorderprättigau. Seine energiewirtschaftliche Bedeutung schwand erst mit der Inbetriebnahme des Kraftwerks Taschinas im Jahr 2011; zwei Jahre später stellte Repower den Betrieb des Kraftwerks Lietha ein. Für die Anlagen bestand gemäss Konzessionsrecht eine Entfernungs-, Sicherungs- und Wiederherstellungspflicht, alle betroffenen Flächen in Seewis und Grüsch wurden entsprechend renaturiert beziehungsweise rekultiviert. Die Gesamtkosten für den Rückbau belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Franken.
Erhalten bleibt einzig die historisch bedeutsame Niederdruck-Zentrale im Zentrum von Grüsch. Sie ist eines der letzten sichtbaren Zeugnisse der Anlage und ihrer Bedeutung für die lokale Elektrizitätsgeschichte. (Repower)