Das ist eine Medienmitteilung der StWZ Energie AG – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.
Der konsolidierte Umsatz reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 10.3 Prozent auf 75.4 Millionen Franken. Hauptgründe dafür sind tiefere Gas- und Strompreise sowie gesunkene Absatzmengen bei Strom und Gas. Trotz tieferem Umsatz konnte der Unternehmensgewinn nach Steuern um rund 98 Prozent auf 3.2 Millionen Franken gesteigert werden. «Durch ein konsequentes Kosten- und Ertragsmanagement konnten wir die Ergebnislage deutlich verbes-
sern», erklärt Paul Marbach, Geschäftsführer der StWZ Energie AG. Dazu gehörten unter anderem die verstärkte Nutzung interner Ressourcen, die Priorisierung von Investitionen sowie gezielte Effizienzmassnahmen.
Strom- und Gasabsatz sinkt
Die klimatischen Bedingungen und strukturellen Entwicklungen im Energiesystem wirkten sich auch 2025 auf den Energieverbrauch aus. Mit rund 3'008 Heizgradtagen war das Jahr kühler als 2024, was sich positiv auf den Fernwärmeabsatz auswirkte. Dieser stieg um rund 12 Prozent. Beim Strom setzte sich dennoch die rückläufige Entwicklung fort: Der Energieabsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 0.8 Prozent, die Netznutzung um 7.6 Prozent. Gründe dafür
sind Effizienzmassnahmen und Minderverbrauch bei Grosskunden sowie die steigende Eigenproduktion aus Photovoltaikanlagen. Beim Gas reduzierte sich der Energieabsatz um 0.6 Prozent und die Netznutzung um 1.5 Prozent. Der Wasserverbrauch blieb unverändert.
Mehr Solarstrom im Netz
Die lokale Stromproduktion nahm auch 2025 deutlich zu. Die Anzahl der Photovoltaikanlagen im Netzgebiet von StWZ stieg bis Ende 2025 auf 594, wovon 84 im Laufe des Jahres neu installiert und in Betrieb genommen wurden. Vom gesamthaft produzierten Solarstrom wurden rund 8.5 Gigawattstunden in das Netz von StWZ eingespeist – so viel wie noch nie zuvor. «Der steigende Anteil an Solarstrom stellt uns vor neuen Herausforderungen im Netzbetrieb
und in der Beschaffung», sagt Marbach. Einerseits wird weniger Strom aus dem Netz bezogen. Das bedeutet, dass die Netzkosten auf geringere Absatzmengen verteilt werden und somit pro Kilowattstunde höher ausfallen. Andererseits muss das Netz in der Lage sein, die Leistungsspitzen der Stromrückspeisungen zu übernehmen. Zudem ist der volatile Solarstrom anspruchsvoll in der Prognose, was sich auf die Kosten der Energiebeschaffung auswirkt.
Neue gesetzliche Rahmenbedingungen
Die Umsetzung der energiepolitischen Vorgaben beschäftigt die Branche, und damit auch StWZ, weiterhin stark. Neue regulatorische Instrumente verändern die Organisation der Stromversorgung auf lokaler Ebene. Seit 2025 sind virtuelle Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (vZEV) möglich. Damit können mehrere Gebäude am gleichen Verknüpfungspunkt gemeinsam lokal erzeugten Strom nutzen. Seit dem 1. Januar 2026 können Endkunden zu- dem dank lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) innerhalb derselben Gemeinde, desselben Netzgebietes und derselben Netzebene Solarstrom von einer Photovoltaikanlage beziehen. StWZ bietet ihren Kundinnen und Kunden zur Umsetzung und Teilnahme an einer LEG die Plattform leghub.ch an.
Richtungsweisende Projekte für die Zukunft
Das Jahr 2025 war für StWZ geprägt von richtungsweisenden Projekten. Die Einführung eines neuen ERP-Systems, die Ausgliederung der Fernwärmesparte in die Fernwärme Unteres Wiggertal AG (FUWI) sowie die Prüfung des Zusammenschlusses mit den Städtischen Betrieben Olten (sbo) beanspruchten umfangreiche personelle und finanzielle Ressourcen. «Dass wir 2025 dennoch mit einem erfreulich guten Ergebnis abschliessen konnten, verdanken wir den
zusätzlichen Anstrengungen unserer Mitarbeitenden zur Verbesserung des finanziellen Ergebnisses sowie dem Vertrauen unserer Kunden», betont Marbach. (stwz)