Nach «Grimsel-Dialog»: Wie geht es weiter mit der Kleinwasserkraft?

Die Zukunft der Kleinwasserkraft steht auf dem Spiel. Nach der Einigung im «Grimsel-Dialog» vom Dezember 2025, bei der einzelne Gemeinden und Projektentwickler in der Entscheidungsfindung übergangen wurden, lädt die Fachtagung Kleinwasserkraft heute in Thun zur offenen Debatte. Über 150 Vertreter aus Politik, Verwaltung und Energiewirtschaft diskutieren Fragen zu den Produktionszielen der Wasserkraft, ihrer zukünftigen Rolle – und wie weitere Stilllegungen von Wasserkraftwerken verhindert werden können.
22.05.2026

Das ist eine Medienmitteilung von Swiss Small Hydro – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.
 

Zu den Rednern zählen Christoph Neuhaus, Präsident des Regierungsrates des Kantons Bern, Nationalrat Jürg Grossen und Präsident von Swissolar, und Benoît Revaz, Direktor des Bundesamtes für Energie. Sie bringen kantonale Verantwortung, energiepolitisches Engagement und Bundesperspektive in die Diskussion über die Zukunft der Wasserkraft ein.

Im Zentrum der Tagung steht die Frage zur Rolle der Wasserkraft: Soll sie sich künftig auf Flexibilität beschränken, oder müssen die nationalen Produktionsziele, die in der Volksabstimmung vom Juni 2024 bestätigt wurden, weiterhin erfüllt werden? 

Die Produktionsziele erhalten in der Öffentlichkeit deutlich weniger Aufmerksamkeit als die Projekte des Runden Tischs. Der Nutzungsverzicht an über 53 Fliessgewässern im Kanton Bern, der Teil der Einigung im «Grimsel-Dialog» von Dezember 2025 ist, steht dabei im Widerspruch zu den Ausbauzielen des Bundes. Auch die Frage, wie Stilllegungen verhindert und die Kantone ihren Beitrag zur Erreichung der Produktionsziele leisten werden, beschäftigt die Teilnehmenden. 

Die Tagung bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, offene Fragen einzubringen und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren. (Swiss Small Hydro)