Meilenstein für klimafreundlichere Fernwärme: Holzpelletanlage in Basel

Die Basler Energieversorgerin IWB hat in einem ihrer Heizwerke eine grosse Holzpelletanlage für die Fernwärmeproduktion gebaut. Im März hat IWB die Anlage erfolgreich getestet. Ab der Heizsaison 2026/2027 soll die Anlage zur klimafreundlichen Wärmeversorgung der Stadt Basel beitragen. Die Dekarbonisierung der Fernwärme ist ein wichtiges Vorhaben im Hinblick auf das Netto-null-Ziel des Kantons Basel-Stadt.
30.03.2026

Das ist eine Medienmitteilung von IWB – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.

 

Die Dekarbonisierung der Fernwärmeproduktion ist eines der zentralen Vorhaben von IWB und ein zentraler Baustein zur Erreichung des Netto-null-Ziels des Kantons Basel-Stadt. Einen wichtigen Schritt erreicht das Unternehmen mit der neuen Holzpelletanlage in ihrem Heizwerk neben dem Basler Bahnhof SBB. Im März 2026 wurden zwei neue Kessel erstmals mit Holzpellets betrieben. Dank der neuen Anlage produziert IWB die Fernwärme in Zukunft noch ökologischer.

Holzpellets statt Erdgas

Heute produziert IWB je nach Witterung 70 bis 80 Prozent der Fernwärme ohne fossile Energieträger: aus der Verwertung von Abfall, Holz, Klärschlamm und Biogas. Bis 2035 will IWB die Fernwärmeproduktion vollständig auf Abwärme und erneuerbare Energieträger umstellen. Einen Meilenstein hat IWB mit dem Umbau des Heizwerk Bahnhof erreicht. An diesem Standort produzierte IWB die Fernwärme bisher aus Erdgas. Mit der Umstellung auf Holzpellets sinken die CO2-Emissionen der Fernwärmeproduktion jährlich um 23 000 Tonnen beziehungsweise um durchschnittlich neun Prozent der Gesamtproduktion. «Mit der neuen Holzpelletanlage leistet IWB einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Fernwärme und zur Erreichung des Netto-null-Ziels des Kantons Basel-Stadt», so Evelyn Rubli, Leiterin Geschäftsbereich Wärme.

Weitere Schritte für mehr Fernwärme und weniger CO2

Das Basler Fernwärmenetz wächst zwischen 2022 und 2037 um 60 Kilometer. Mit der wachsenden Zahl angeschlossener Haushalte im Rahmen des Netzausbaus wird auch der Fernwärmeabsatz weiter steigen. Zu Beginn des Ausbaus waren rund 6500 Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen. Bis 2037 sollen es mehr als 12 000 sein. Für den Ausbau der dafür notwendigen Produktionskapazitäten setzt IWB auf Grosswärmepumpen. Derzeit plant IWB ein Projekt für eine Wärmepumpe zur Nutzung von Abwärme aus der Abwasserreinigung im Norden Basels. (IWB)