Investitionen ins Stromnetz prägen die Strompreise 2027

Die Stromtarife für einen durchschnittlichen Haushalt in der Grundversorgung der AEW Energie AG steigen per 1. Januar 2027 um rund 7 Prozent. Während die Kosten für die Energiebeschaffung sinken, führen höhere Investitionen in das Stromnetz und ein rückläufiger Stromabsatz zu höheren Netznutzungstarifen.
31.08.2026

Das ist eine Medienmitteilung von AEW Energie – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder. 

 

AEW passt Strompreise für das Jahr 2027 an

Kundinnen und Kunden in einem durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4'500 Kilowattstunden (Verbrauchsprofil H4) werden im Jahr 2027 rund 7 Prozent bzw. 88 Franken pro Jahr mehr für den Strom bezahlen als im 2026. 

Der Strompreis setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen: der Energie, der Netznutzung sowie den Abgaben an Bund, Kantone und Gemeinden. Die Preise für die Energielieferung sinken per 1. Januar 2027 um rund 9 Prozent. Grund dafür sind tiefere Kosten bei der Energiebeschaffung. Trotz dieser Entlastung führen steigende Netzkosten bei leicht rückläufigen Abgaben zu einem höheren Gesamtstrompreis. Das Stromnetz muss laufend ausgebaut und modernisiert werden, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden; die AEW investierte dafür im Jahr 2025 insgesamt rund CHF 60 Mio. in die Netzinfrastruktur. Immer mehr Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladestationen für Elektrofahrzeuge führen zu starkem Ausbaubedarf des Stromnetzes. Gleichzeitig nimmt die Zahl neuer Netzanschlüsse kontinuierlich zu. Hinzu kommt, dass sich die Kosten des Stromnetzes aufgrund des höheren Eigenversorgungsgrades und damit rückläufigen Stromabsatzes auf weniger bezogene Kilowattstunden verteilen. Dies führt zu einem höheren Netznutzungstarif. Dieser wird zudem vom Abbau der regulatorischen Deckungsdifferenzen (Forderung aus früheren Tarifjahren) beeinflusst. Die gesetzlichen Abgaben gehen gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. 

Ein Gewerbekunde mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 63'000 Kilowattstunden bezahlt ab 2027 rund 1'131 Franken pro Jahr mehr. Dies entspricht einer Preissteigerung von rund 6,7 Prozent. 

Der auf das Jahr 2026 eingeführte Einheitstarif für eingespeiste Energie (Rückliefertarif) aus Photovoltaik-Anlagen bis 30 kVA bleibt unverändert bei 8,2 Rp./kWh (inkl. Herkunftsnachweis). Die Besitzer von kleineren PV-Anlagen profitieren dadurch nach wie vor von fixen Preisen und haben eine Planungssicherheit, ungeachtet der Entwicklung des Strompreises. (AEW Energie)