Das ist eine Medienmitteilung der EWS – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.
Die EWS AG hat die gesamte elektrische Energieverteilung für das neue Holzfaserdämmplattenwerk von Schilliger Holz geplant, gebaut und in Betrieb genommen. Es ist der grösste Einzelauftrag in der über 130-jährigen Geschichte des Schwyzer Energieversorgers. In rund 11'000 Arbeitsstunden
verbaute das Team Rot unter anderem 50 Tonnen Kupfer, neun Transformatoren und eine Photovoltaikanlage mit 2'100 Modulen.
Ein Werk mit Signalwirkung für den Schweizer Holzbau
Im Industriegebiet Fänn in Küssnacht am Rigi hat die Schilliger Holz AG über CHF 100 Millionen in das LIGNATHERM Holzfaserdämmplattenwerk investiert. Die Anlage verarbeitet wird jährlich bis zu 50'000 Tonnen Hackschnitzel im Trockenverfahren zu hochwertigen Holzfaserdämmplatten für Dach, Wand, Fassade und Innenausbau verarbeiten. Schilliger LIGNATHERM ist die einzige Holzfaserdämmplatte der Schweiz, die das Label «Schweizer Holz» tragen wird. Mit dem Werk schliesst Schilliger Holz eine Lücke in der Schweizer Holzkette, die seit der Schliessung des Pavatex-Werks in Cham im Jahr 2019 bestand. Rund 50 neue Arbeitsplätze entstehen in der Region.
Von der Anfrage zum Rekordauftrag
Im Herbst 2023 wandte sich Tobias Osterwalder, Geschäftsführer Lignatherm AG, mit einer konkreten Anfrage an die EWS AG: Kann EWS die komplette elektrische Energieverteilung für die neue Produktionslinie übernehmen? Ralph Föhn, Projektleiter Netz- und Infrastrukturbau, sagte zu. Von der ersten Offerte im Oktober 2023 bis zum Abschluss aller Arbeiten im Frühjahr 2026 vergingen rund zweieinhalb Jahre.
«Wenn ich heute auf das Projekt zurückblicke, wird mir erst richtig bewusst, wie umfangreich dieser Auftrag war. Für mich persönlich war es eines der spannendsten Projekte, die ich je leiten durfte. Ein echter Meilenstein in der Geschichte von EWS.» Ralph Föhn, Projektleiter Netz- und Infrastrukturbau,
EWS AG
«Die Realisierung des Werks ist für uns ein entscheidender Meilenstein zur Umsetzung der Vision einer lückenlosen Wertschöpfung durch eine ganzheitliche Holznutzung.» Tobias Osterwalder, Geschäftsführer Lignatherm AG.
Fünf Disziplinen aus einer Hand
Der Leistungsumfang der EWS AG umfasste fünf Kernbereiche: Bei der Mittelspannung und Energieverteilung installierte EWS drei Trafostationen mit insgesamt neun Transformatoren à 2'500 kVA. Jeder Transformator wiegt rund 6,5 Tonnen. Dazu wurden drei Kilometer Mittelspannungskabel mit Querschnitten von 50 bis 240 mm² verlegt. Für die Hauptverteilungen und Schaltanlagen wurden vier Hauptverteilungen à 4'000 Ampere projektiert und gebaut. Jede einzelne misst zwischen zehn und 20 Meter Länge; 15 Tonnen Kupferschienen wurden dafür verbaut. Auf 4'000 Quadratmetern Dachfläche montierte EWS 2'100 PV-Module mit neun Wechselrichtern. Die Gesamtleistung der Photovoltaikanlage beträgt 900 kVA. Bei der Verkabelung und den Datennetzen wurden zwölf Kilometer Niederspannungskabel und ein Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Insgesamt kamen rund 50 Tonnen Kupfer zum Einsatz. Sämtliche Komponenten – von den Erdungsanlagen über die Mittelspannung und die Transformatoren bis zur PV-Anlage – wurden von EWS vor Ort montiert und in Betrieb genommen.
Eigenständige Planung
EWS AG übernahm die gesamte Planungsarbeit eigenständig. Dazu mussten komplexe regulatorische Anforderungen berücksichtig werden: Unterschiedliche Normen und Zuständigkeiten (u.a. von ESTI, SUVA, Arbeitsinspektorat, Maschinenrichtlinien) mussten geklärt und korrekt angewendet werden.
Hinzu kamen logistische Herausforderungen: Grosse Distanzen auf der Baustelle, erhebliche Gewichte, beachtliche Arbeitshöhen und eine rollende Terminplanung, da baubedingte Verschiebungen die Elektromontage laufend beeinflussten. Kupferverträge mussten frühzeitig gesichert werden, um die benötigten Mengen termingerecht verfügbar zu haben.
Vier Bereiche, viel Know-how
Vier spezialisierte Bereiche der EWS AG arbeiteten bei Lignatherm AG zusammen: das Team Netzund Infrastrukturbau (Planung, Engineering, Projektleitung, Installation), das Team Datennetze (Glasfaserinfrastruktur), das Team Schaltanlagenbau (Hauptverteilungen und Schaltanlagen) sowie das Team Erneuerbare Energien (Photovoltaikanlage).
Zur Projekt-Reportage mit Video: www.ews.ch/referenzen/lignatherm
Porträt EWS AG
Die EWS AG versorgt seit 130 Jahren rund 24‘000 Kunden mit Strom. EWS ist eine private Aktiengesellschaft mit der CKW AG als Mehrheitsaktionärin. Die Stromversorgung bildet das Kerngeschäft des Unternehmens. Gleichzeitig bietet EWS im gesamten Versorgungsgebiet umfassende Energie-, Netz-, Installations- und Kommunikationsdienstleistungen an. Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2024/25 betrug 94,8 Mio. CHF.
Das EWS-Versorgungsgebiet umfasst die Bezirke Gersau und Küssnacht a.R., die Gemeinden Ingenbohl, Morschach (Stoos), Oberiberg, Alpthal, Rothenthurm, Steinerberg, Arth (Rigi-Gebiet) sowie die angrenzenden Luzerner Seegemeinden Greppen, Weggis und Vitznau.
Seit 1896 ist das Unternehmen im inneren Teil des Kantons Schwyz verankert und beschäftigt über 200 Mitarbeitende. EWS bildet 34 Lernende in neun Berufen aus und ist damit eine der grössten Ausbildnerinnen der Region.
Porträt Schilliger Holz
Schilliger Holz mit Hauptsitz in Küssnacht am Rigi, ist eines der führenden Schweizer Holzverarbeitungsunternehmen. In Sägewerken und Verarbeitungsanlagen an drei Standorten in der Schweiz und in Frankreich produziert Schilliger hochwertige Bauteile für den Holzbau. Mit der Tochtergesellschaft Lignatherm AG schliesst Schilliger eine Lücke in der Schweizer Holzkette und bringt die einzige Holzfaserdämmplatte mit dem Label «Schweizer Holz» auf den Markt. (ews)