Ein umfassendes Sanierungsprogramm zum Erhalt der Anlage Rossens-Hauterive

Groupe E lanciert ein umfassendes Sanierungsprogramm für das Wasserkraftwerk Rossens-Hauterive. Die über rund zehn Jahre geplanten Arbeiten werden die Sicherheit, die Zuverlässigkeit und die Flexibilität dieser für die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien im Kanton Freiburg unverzichtbaren Infrastruktur erhöhen.
06.08.2026

Das ist eine Medienmitteilung von Groupe E – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.

 

Die 1948 in Betrieb genommene Anlage Rossens-Hauterive spielt eine wichtige Rolle in der regionalen Stromversorgung. Zu ihr gehört die Staumauer von Rossens, der Staudamm des Greyerzersees, ein mehr als sechs Kilometer langer Zuleitungsstollen und das Kraftwerk Hauterive, das durchschnittlich rund 220 GWh pro Jahr erzeugt, was dem Verbrauch von fast 46 000 Haushalten entspricht. Um die Zuverlässigkeit dieser Anlagen langfristig zu gewährleisten, hat Groupe E das erste Sanierungsprogramm dieser Grössenordnung seit Inbetriebnahme des Kraftwerks geplant.

Zu den wichtigsten Arbeiten gehören (vorläufiger Zeitplan):

  • der Austausch der beiden Sicherheitsschieber oberhalb des Kraftwerks Hauterive (2026–2027),
  • der Austausch der beiden Absperrklappen am Fusse des Staudamms von Rossens (2028–2029), die ebenfalls für den sicheren Betrieb der Anlage von entscheidender Bedeutung sind. Mitte September wird eine Unterwasserinspektion durchgeführt, um den Zustand der unter Wasser liegenden Teile des Kraftwerks, die im normalen Betrieb schwer zugänglich sind, zu überprüfen und die geplanten Arbeiten an diesen Schiebern detaillierter vorzubereiten.
  • der Austausch von drei der vier Produktionsgruppen und die Erneuerung der verbleibenden Gruppe (2030–2032), d. h. der Anlagen, die die Energie des Wassers in Strom umwandeln. Diese Modernisierung wird die Flexibilität des Kraftwerks erhöhen, damit es sich schneller an die aktuellen Marktanforderungen und Umweltbelange anpassen kann.

Erste Etappe: der Austausch der Sicherheitsschieber

Das Eintreffen des ersten neuen Sicherheitsschiebers bildet heute einen wichtigen Meilenstein dieser Arbeiten und macht eine temporäre Absenkung des Greyerzersees für die ordnungsgemässe Ausführung der Arbeiten erforderlich. Hiermit wird am 17. August begonnen.

Diese über 30 Tonnen schwere Ausrüstungskomponente wurde in Italien hergestellt und per Spezialtransport angeliefert. Sie ersetzt den vorhandenen Schieber, der seit fast acht Jahrzehnten im Einsatz ist. Vor Ort wurden bereits Anpassungen vorgenommen, um die Installation vorzubereiten – insbesondere in dem Gebäude, in dem diese für den sicheren Betrieb der Anlage wichtige Vorrichtung untergebracht ist.

Der Wasserstand des Sees wird schrittweise gesenkt, um die Auswirkungen auf die natürlichen Lebensräume, die Landschaft und die aquatische Fauna zu begrenzen. Bei Bedarf werden in Koordination mit den zuständigen Behörden flankierende Massnahmen umgesetzt. Den detaillierten Zeitplan sowie Informationen für Nutzer finden Sie hier.

Der zweite Schieber wird im Herbst 2027 ersetzt, was eine erneute Absenkung des Sees ab Mitte August nächsten Jahres erfordert. (Groupe E)