Das ist eine Medienmitteilung von Groupe E – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.
Die Herausforderungen der Versorgungssicherheit und der Stabilität des Schweizer Stromnetzes stehen im Zusammenhang mit der sich rasch entwickelnden Dekarbonisierung und der damit einhergehenden zunehmenden Elektrifizierung (Photovoltaik, Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge), den Änderungen der Gesetzgebung und der Energiepreise, neuen Vorschriften für lokale Elektrizitätsgemeinschaften und der Entwicklung sogenannter intelligenter Technologien. Diese Veränderungen haben Auswirkungen sowohl auf die Gewohnheiten der Verbraucherinnen und Verbraucher als auch auf die Verwaltung und Entwicklung der Netze und erfordern tiefgreifende Anpassungen der Infrastrukturen. Gemäss Schätzungen werden die Instandhaltung und die Verstärkung des Schweizer Netzes in den nächsten 30 Jahren zwischen 20 und 30 Milliarden Franken kosten.
Angesichts dieser Entwicklungen und mit dem Ziel der Sicherung der Widerstandsfähigkeit des Netzes und der damit einhergehenden Kostenbegrenzung befasst sich das von vier Hochschulen der HES-SO (1,5 Millionen Franken) und der Groupe E getragene angewandte Forschungsprojekt «Smart Energy District» mit zwei grossen Herausforderungen – den Produktions- und Nachfragespitzen.
Hierzu werden in einem in der Westschweiz einzigartigen Versuchs- und Forschungsraum unter aktiver Mitwirkung von Prosumenten (produzierenden Verbrauchern) auf Quartiersebene verschiedene Szenarien erstellt und bewertet, um die Relevanz neuer technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Lösungen zu analysieren und zu testen. Die am Pilotstandort erzielten Projektergebnisse werden anschliessend an Fachleute weitergegeben (Wissenstransfer) und können von Energieversorgern in grösserem Massstab repliziert werden. (Groupe E)