Das ist eine Medienmitteilung von CKW – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.
Wer Strom produziert, kann künftig nicht nur mit dem Verkauf Geld verdienen – sondern auch damit, flexibel auf die Bedürfnisse des Stromnetzes zu reagieren. Die Axpo Tochter CKW macht diesen Flexibilitätsmarkt nun für Photovoltaikanlagen ab 150 kWp zugänglich. Das entspricht etwa der Grösse von Solaranlagen auf Gewerbe-, Landwirtschafts- oder Industriegebäuden.
Wie funktioniert die Vergütung?
Ist zu viel Strom im Netz, wird die Produktion einer teilnehmenden Solaranlage automatisch unterbrochen – für wenige Minuten bis maximal zwei bis drei Stunden. Den entgangenen Strom vergütet CKW mit einem Betrag, der über dem regulären Strompreis und der Rückliefervergütung liegt. Das macht Solaranlagen wirtschaftlicher – besonders im Sommerhalbjahr, wenn die Rückliefervergütung oft sehr tief ist.
«Die Energiewende braucht flexible Anlagen, die das Netz stabilisieren. Je mehr Solaranlagen mitmachen, desto besser können wir Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Gleichzeitig werden Solaranlagen wirtschaftlicher für die Produzentinnen und Produzenten», sagt Angela Krainer, Leiterin Geschäftsbereich Energie bei CKW.
CKW will Eintrittsschwelle auf 10 kWp senken
Für die technische Umsetzung geht CKW eine Partnerschaft mit dem Schweizer Technologieunternehmen Hive Power ein. Die Partnerschaft legt auch die Basis für den nächsten Schritt: CKW will die Eintrittsschwelle künftig auf 10 Kilowattpeak senken. Dann können auch Haushalte mit Heimspeicher, Wärmepumpe oder Elektroauto am Flexibilitätsmarkt teilnehmen.
Doppelter Nutzen für Netz und Produzenten
Von der Öffnung des Flexibilitätsmarkts profitieren beide Seiten: Betreiberinnen und Betreiber von Solaranlagen erzielen Zusatzerlöse und verbessern die Wirtschaftlichkeit ihrer Anlage. Gleichzeitig helfen sie mit, das Stromnetz stabil zu halten – eine Voraussetzung dafür, dass die Schweiz künftig mehr erneuerbare Energie ins System integrieren kann. (CKW)