Berner Energieversorger bekräftigen Anspruch auf Beteiligung an der Kraftwerke Oberhasli AG

Nach dem klaren Willen des Grossen Rates sollen die Berner Energieversorger in der Konzessionsstrategie Wasserkraft Kanton Bern gezielt berücksichtigt und insgesamt gestärkt werden. Anlässlich des Unterschriftstermins in Thun bekräftigen 29 Berner Energieversorgungsunternehmen diesen politischen Auftrag sowie ihre gemeinsamen Anliegen mit Nachdruck.
12.05.2026

Das ist eine Medienmitteilung von IBI – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.

 

Mit Blick auf die Erneuerung der Wassernutzungskonzession der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) im Jahr 2042 haben sich 29 Berner Energieversorger im Konsortium EVU Bern zusammengeschlossen. Ziel des Konsortiums ist es, dass in der überarbeiteten regierungsrätlichen Konzessionsstrategie Wasserkraft festgelegt wird, dass sich weitere bernische Energieversorgungsunternehmen über eine neu zu gründende Beteiligungsgesellschaft EVU Bern AG mit 5 bis 10 Prozent vollwertig an der Kraftwerke Oberhasli AG beteiligen können.

Die 29 beteiligten Energieversorger beliefern gemeinsam rund 240’000 Endkundinnen und Endkunden mit jährlich rund 1,3 Milliarden Kilowattstunden elektrischer Energie. Damit versorgt das Konsortium EVU Bern etwa einen Viertel der Berner Bevölkerung. Die kumulierte Bilanzsumme der beteiligten Werke beläuft sich auf rund 1,7 Milliarden Franken, bei einer Eigenkapitalquote von rund 65 Prozent. Diese solide finanzielle Basis stellt sicher, dass die geplante Beteiligungsgesellschaft EVU Bern AG über ausreichende Mittel verfügt. Darüber hinaus zeichnen sich die beteiligten Unternehmen durch eine starke regionale Verankerung und eine breite politische Abstützung aus. Dies zeigte sich auch in der klaren Annahme des Rückweisungsantrags im Grossen Rat vom 25. November mit 108 Ja-Stimmen.

Mit dem formellen Abschluss des Konsortialvertrags bekräftigen die 29 Berner Energieversorger ihre Absicht, im Rahmen der Konzessionserneuerung einen bedeutenden Anteil an der Kraftwerke Oberhasli AG zu erwerben. Gleichzeitig soll die erneuerbare Stromproduktion durch die geplanten Ausbau- und Erweiterungsprojekte der KWO konsequent und mit hoher Umsetzungsgeschwindigkeit vorangetrieben werden. (IBI)