aventron verkauft norwegisches Wasserkraftgeschäft und konzentriert sich auf fünf Kernmärkte

aventron hat ihre Anteile am norwegischen Wasserkraftgeschäft verkauft. Die Schweizer Grünstromproduzentin zieht sich damit vollständig aus Norwegen zurück und bündelt ihre Aktivitäten künftig in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.
20.08.2026

Das ist eine Medienmitteilung von aventron – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder. 

 

Dem Verkauf liegt der strategische Entscheid zugrunde, die Aktivitäten geografisch stärker zu bündeln. Marktanalysen – etwa zur kritischen Grösse pro Land und zur Nähe zur Schweiz, wo die Mehrheit der Aktionäre mit einem Versorgungsauftrag angesiedelt ist – kamen zu einem klaren Ergebnis: Die Vorteile einer Fokussierung auf Märkte nahe der Schweiz überwiegen die Nachteile einer geringeren geografischen und regulatorischen Diversifizierung. In den fünf Kernmärkten verfügt aventron über gute Voraussetzungen, um ihr Portfolio weiterzuentwickeln, ihre Kompetenzen in der Wasser-, Wind- und Solarenergie gezielt einzusetzen und ihre Tätigkeiten entlang der Wertschöpfungskette zu vertiefen.

Den ersten Schritt hatte aventron bereits im vergangenen Jahr mit der Veräusserung ihrer beiden norwegischen Windparks gemacht. Seit 2014 in Norwegen tätig, baute das Unternehmen dort neben den Windparks ein Portfolio von 42 Wasserkraftwerken mit einer installierten Leistung von 143 Megawatt auf. Im Jahr 2021 wurde durch die Fusion mit der Nordic Power, einem Portfolio von 15 Wasserkraftanlagen im Besitz der Aberdeen Investments, ein wichtiger Meilenstein erzielt. Dadurch konnten die Unternehmensgrösse und die Diversifizierung erheblich gestärkt werden. Der Markteintritt war Teil der damaligen Strategie, die Stromproduktion auf mehrere Länder und die Technologien Wasser, Wind und Sonne zu verteilen.

Seither haben sich das Marktumfeld und die energiepolitischen Rahmenbedingungen verändert – insbesondere in Norwegen, wo die Strompreise nachhaltig tief geblieben sind und dies aufgrund der politischen Rahmenbedingungen voraussichtlich auch langfristig bleiben werden. In den Kernmärkten hingegen eröffnet die zunehmende Elektrifizierung des Energieverbrauchs neue Wachstumschancen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Schweiz: Die Energiekrise hat gezeigt, wie wichtig die einheimische Stromproduktion und eine geringere Importabhängigkeit sind. Zudem schaffen die Beschleunigungsvorlagen des Bundes für die Solar- und die Windenergie neuen Spielraum für Projekte. Dazu zählen bei aventron die alpinen Photovoltaikanlagen Sidenplangg (8,1 Megawatt) und Sedrun Solar (18,3 Megawatt) sowie der Windpark Sur Grati (25,2 Megawatt) im Kanton Waadt. 

«Mit dem Verkauf restrukturieren wir unser Portfolio und setzen unsere Mittel dort ein, wo wir Projekte effizient entwickeln und langfristig betreiben können. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf erneuerbaren Projekten, die zusätzliche einheimische Stromproduktion ermöglichen, einen Beitrag zur Winterversorgung leisten und die Transformation des Energiesystems unterstützen», sagt Eric Wagner, CEO von aventron. (aventron)