Anspruchsvolles, aber erfolgreiches Geschäftsjahr für EKZ

EKZ blickt in einem herausfordernden Umfeld auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Mit 186,3 Millionen Franken liegt der Unternehmensgewinn deutlich über dem Vorjahr. Das operative Ergebnis fällt mit 18,8 Millionen Franken wie erwartet tiefer als im Vorjahr aus, was in erster Linie auf externe Faktoren zurückzuführen ist. Erneut setzte sich EKZ mit grossem Engagement für eine zuverlässige Stromversorgung im Versorgungsgebiet und für den Ausbau erneuerbarer Energien im Kanton Zürich und der Schweiz ein.
05.02.2026

Das ist eine Medienmitteilung von EKZ – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.

 

Durch den klaren Fokus auf die Sicherstellung der Netzverfügbarkeit und kontinuierlichen Investitionen in den Ausbau und die Digitalisierung des Stromnetzes hat EKZ im Geschäftsjahr 2024/25 (1. Oktober 2024 bis 30. September 2025) erneut einen zuverlässigen Beitrag zu einer sicheren Stromversorgung im Kanton Zürich geleistet. Um die Verfügbarkeit des EKZ-Netzes und damit die Versorgungssicherheit auf dem gewohnt hohen Niveau von 99,997 Prozent zu halten, investiert EKZ wöchentlich rund zwei Millionen in die Netzinfrastruktur.

Gutes Ergebnis in herausforderndem Umfeld – 46,6 Millionen für Kanton und Gemeinden

EKZ hat ein starkes Ergebnis erzielt. Mit 186,3 Millionen Franken liegt der Gewinn deutlich über dem Vorjahr (149,1 Millionen Franken). Getragen wird das gute Ergebnis in erster Linie durch die strategisch wichtigen Beteiligungen an Axpo und Repower. Der erfreuliche Gewinn zahlt sich für den Kanton und die Gemeinden aus: Sie profitieren von einer Ausschüttung von 46,6 Millionen Franken – rund neun Millionen mehr als im Vorjahr. «Das starke Jahresergebnis zeigt, dass sich unsere Strategie bewährt und EKZ gut aufgestellt ist», sagt Urs Rengel, CEO von EKZ.

Das operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf 18,8 Millionen Franken und liegt damit wie erwartet unter dem Ergebnis des Vorjahres. Hauptsächlich belastet wurde der EBIT durch den wetterbedingten Rückgang der erneuerbaren Stromproduktion im Ausland (Solar und Wind). So lagen die Windstunden in Deutschland und Frankreich im Berichtsjahr 20 bis 30 Prozent unter der langjährigen Norm. Gleichzeitig belasteten angespannte Marktbedingungen und eine gedämpfte Nachfrage in den Bereichen Solar und E Mobilität das Ergebnis. Wertberichtigungen auf verschiedenen Produktionsanlagen, die aufgrund der tieferen Erwartungen für die zukünftigen Energiepreise erforderlich wurden, haben den EBIT weiter geschwächt. «Nicht beeinflussbare Schwankungen durch Wetter, Preise, Nachfrage und Marktentwicklungen sind Teil des heutigen Energiesystems und dürften weiter stark zunehmen, dies sowohl zugunsten als auch zulasten von EKZ», sagt Urs Rengel. «Investitionen in Produktionsanlagen haben einen langen Zeithorizont und wir sind überzeugt, dass sie langfristig einen wertvollen Beitrag leisten.»

Investitionen in Ausbau erneuerbarer Energien 

Im Berichtsjahr hat EKZ den Ausbau erneuerbarer Energien im Inland weiter vorangetrieben. Zu den wichtigsten Projekterfolgen zählen die Teilinbetriebnahme von Madrisa Solar zusammen mit Repower und der Gemeinde Klosters – als erste alpine Freiflächen-Solaranlage der Schweiz – sowie der Baustart für die grösste Solaranlage im Kanton Zürich auf den Dächern des Logistikareals Embraport in Embrach. Im Rahmen der Kooperation «Zürich Wind» wurden zudem passende Standorte für Windmessungen gesichert. Die Messungen starten im ersten Quartal 2026 und legen den Grundstein für Windenergieprojekte im Kanton Zürich. 

Weiter wurden im Berichtsjahr 4’886 neue private Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 100,5 MW ans EKZ-Netz angeschlossen (Vorjahr: 3839 Anlagen mit 77,6 MW) sowie rund 17'500 Tiefgaragenparkplätze mit dem EKZ-Lademanagement für E-Mobilität ausgestattet. So leistete EKZ einen wertvollen Beitrag an die Versorgungssicherheit der Schweiz und unterstützte gleichzeitig die kantonalen und nationalen Klimaziele.

EKZ stärkt Position als innovativer Energieversorger

EKZ testet zahlreiche innovative, zukunftsorientierte Ansätze für aktuelle und zukünftige Herausforderungen, um das Energiesystem effizienter, flexibler und kundenorientierter zu gestalten. Dazu zählten im Berichtsjahr die Einführung des dynamischen Netznutzungs- und Energietarifs, den EKZ ab 2026 als erster Schweizer Energiedienstleister als Wahltarif anbietet, sowie die Durchführung verschiedener Pilotprojekte für flexible Netzlastmodelle. Mittels dieser wurde getestet, wie sich Stromverbrauch und -erzeugung besser aufeinander abstimmen lassen. Auch im Bereich Fernwärme war EKZ im Berichtsjahr tätig und startete in Berlingen mit dem Bau eines neuen Fernwärmenetzes. Dieses soll ab Ende 2026 bis zu 40 Prozent der Haushalte in der Thurgauer Gemeinde mit umweltfreundlicher Wärme aus dem Bodensee versorgen. 

Ausblick

Das laufende Geschäftsjahr 2025/26 dürfte anspruchsvoll bleiben. Insbesondere die regulatorischen Vorgaben zur Umsetzung des neuen Stromgesetzes fordern EKZ weiterhin stark. Während sich diese zukunftsgerichteten Investitionen kurzfristig negativ auf das Ergebnis von EKZ auswirken, sind sie langfristig zentral für eine sichere, nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung. Gleichzeitig stellen die damit verbundenen Massnahmen eine wirkungsvolle Möglichkeit dar, um Kanton und Gemeinden auf dem Weg zur Dekarbonisierung zu unterstützen – eine Aufgabe, der EKZ einen hohen Stellenwert beimisst und als Chance nutzt, um die Position als innovativer, kundenorientierter Energiedienstleister und verlässlicher Versorger weiter zu stärken.

Beim finanziellen Ausblick wird für das Geschäftsjahr 2025/26 ein tieferes Unternehmensergebnis erwartet. Dies liegt daran, dass sich die aussergewöhnlichen Ergebnisse von Axpo und Repower aufgrund des gesunkenen Preisniveaus am Strommarkt im laufenden Jahr normalisieren dürften und folglich auch die Erträge aus den Beteiligungen tiefer ausfallen werden. 

Die vollständigen Kennzahlen des Geschäftsjahres 2024/25 finden Sie auf www.ekz.ch/gb. (EKZ)