122. Generalversammlung der Genossenschaft Elektra, Jegenstorf

An der Generalversammlung der Genossenschaft Elektra, Jegenstorf am 12. Mai 2026 im Kursaal Bern wurden sämtliche Anträge des Verwaltungsrats von den Genossenschafter*innen mit grosser Mehrheit angenommen. Der Verwaltungsrat sowie die Geschäftsleitung sprechen den Mitgliedern ihren Dank für das entgegengebrachte Vertrauen aus.
12.05.2026

Das ist eine Medienmitteilung von Elektra – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.

 

Mit deutlich über 500 Anwesenden war die Generalversammlung hervorragend besucht. Die Mitglieder der Genossenschaft bestätigten die Entlastung des Verwaltungsrats, genehmigten die Statutenänderungen sowie die Verwendung des Bilanzgewinns 2025 und bekräftigten die Wahl der Revisionsstelle Balmer-Etienne AG.

Als Gastreferent beleuchtete Prof. Dr. Christian Stummeyer das Thema «Megatrend Generative KI» und gab den Anwesenden fundierte Einblicke dazu. Zudem ist die Digitalisierung für die Genossenschaft Elektra ein wichtiges Thema, das in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird – insbesondere mit Blick auf Smart Meter, neue Eigenverbrauchsmodelle und effizientere Prozesse.

Stromgesetz: neue Modelle, höhere Anforderungen

Die Umsetzung des Stromgesetzes bleibt ein fortlaufender Transformationsprozess. «Das Stromgesetz eröffnet neue Eigenverbrauchsmodelle – gleichzeitig steigt die Komplexität in Messung und Abrechnung deutlich. Darauf haben wir unsere Prozesse konsequent ausgerichtet», erklärt Stefan Iseli, Verwaltungsratspräsident der Elektra. Neben dem bisherigen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) sind seit 2025 virtuelle Zusammenschlüsse (vZEV) und seit 2026 lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG) möglich. Das erweitert den Eigenverbrauch – und erhöht die Anforderungen an Messung, Datenverarbeitung und Abrechnung.

«elektraeigenstrom»: Abrechnung für ZEV und vZEV

Mit der im Oktober 2025 lancierten Abrechnungslösung «elektraeigenstrom» reagiert die Elektra auf die steigende Nachfrage nach Eigenverbrauch von Solarstrom. Die Lösung ist für ZEV und vZEV anwendbar und übernimmt Messung und Abrechnung. Produzierende können höhere Erlöse erzielen als bei Rücklieferung ins Netz, Teilnehmende beziehen günstigeren Solarstrom aus der Nachbarschaft. Die Elektra stellt individuelle Rechnungen aus und trägt das finanzielle Risiko.

Volatile Beschaffung: Photovoltaik erhöht Schwankungen

Die stark wachsende, wetterabhängige Photovoltaikproduktion erhöht die Volatilität von Einspeisung und Lastprofilen. «An sonnenreichen Tagen entstanden auch 2025 vermehrt Überschüsse und die Einspeisung und der Verbrauch fallen kurzfristig auseinander», sagt Geschäftsführer Michel Gasche, «Das führt zu zusätzlichem Bedarf an Spot- und Ausgleichsenergie – mit Mehrkosten im Energieeinkauf.»

Die Elektra verbessert die Prognosequalität und reduziert Ausgleichsenergie durch eine gezielte Steuerung von Solarstromeinspeisung und Energieverbrauch. Zusätzlich wird der Einsatz einer Grossbatterie geprüft. (Elektra)