Dies ist eine Medienmitteilung der Allianz-Stromabkommen.
Die Schweiz braucht klare Regeln für den Stromaustausch mit Europa
Die Schweiz liegt mitten im europäischen Stromnetz und ist mit 41 Leitungen mit den Nachbarländern verbunden. Das Stromabkommen schafft klare und verbindliche Regeln für die Zusammenarbeit mit Europa. Gerade im Winter ist die Schweiz auf Stromimporte und damit auf einen funktionierenden Stromaustausch angewiesen. «Dank eines Stromabkommens bleibt die Schweiz verlässlich in das europäische Stromnetz eingebunden. Das ist gerade für die Winterversorgung entscheidend», sagt Michael Frank, Direktor des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE und Co-Präsident der Allianz Stromabkommen Schweiz. Im Sommer bietet der Zugang zum europäischen Strombinnenmarkt Kraftwerksbetreibern Opportunitäten zur Vermarktung ihrer Produktion und schafft mehr Flexibilität.
Ohne Stromabkommen verliert die Schweiz im europäischen Strommarkt schrittweise Einfluss auf Regeln und Prozesse, die für die Stabilität des Schweizer Stromnetzes zentral sind. Den heutigen Status quo, in welchem Swissgrid jedes Jahr die privatrechtlichen, technischen Verträge neu verhandelt, wird es in Zukunft so nicht mehr geben. Ohne vertraglich abgesicherte Zusammenarbeit drohen mehr Unsicherheit, höhere Kosten und zusätzliche Risiken für die Netzstabilität.
Die Allianz Stromabkommen Schweiz will deshalb die öffentliche Diskussion versachlichen und erklären, was das Abkommen konkret bringt: mehr Versorgungssicherheit, stabilere Rahmenbedingungen und bessere Voraussetzungen für eine bezahlbare Energiezukunft.
Das Stromabkommen stärkt Versorgungssicherheit, Preisstabilität und Energiewende
Von der gestärkten Versorgungssicherheit, dem erleichterten Stromhandel und den dadurch geförderten Innovationen in der Energiebranche profitieren Unternehmen, Konsumentinnen und Konsumenten, Kantone und Gemeinden: Strom bleibt verlässlicher verfügbar, Preise werden planbarer und unnötige Zusatzkosten können vermieden werden. Das Stromabkommen senkt langfristig die Stromkosten.
Das Abkommen ist auch ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Der Ausbau erneuerbarer Energien gelingt besser, wenn Strom grenzüberschreitend gehandelt, gespeichert und flexibel genutzt werden kann. Besonders die Schweizer Wasserkraft erhält durch den besseren Marktzugang zusätzliche Perspektiven: Sie wird gestärkt als Rückgrat der Stromversorgung und kann ihre Rolle als flexibler Energiespeicher und als klimafreundliche Energiequelle optimal ausspielen. Gleichzeitig ist die Einbindung in europäische Prozesse für den Netzbetrieb zentral: «Die Schweiz ist keine Insel. Wir betreiben das europäische Verbundnetz gemeinsam mit den europäischen Partnern. Netzstabilität ist gemeinsam am sichersten und am effizientesten. Wir sind von den Entwicklungen in Europa in hohem Masse betroffen, deshalb müssen wir unsere Interessen einbringen können», begründet der Swissgrid-CEO Yves Zumwald das Mitwirken in der Allianz Stromabkommen Schweiz.
Die Allianz ist breit abgestützt und engagiert sich für eine sichere Stromversorgung
Die Allianz Stromabkommen Schweiz vereint zahlreiche Akteure aus Wirtschaft und Energiebranche, die insgesamt auf eine sichere und verlässliche Stromversorgung angewiesen sind. Sie engagiert sich gemeinsam für ein Stromabkommen, das die Integration der Schweiz in den europäischen Strommarkt stärkt und ohne «Swiss Finish», das heisst ohne zu viel zusätzliche Regulierung, die gemäss Abkommen nicht verlangt ist, umgesetzt wird. Sie informiert über die rechtlichen und wirtschaftlichen Grundlagen des Abkommens und bringt Organisationen und Persönlichkeiten zusammen, die sich für eine sichere, stabile und nachhaltige Stromversorgung einsetzen. Ihr Ziel ist es, die Bevölkerung über die Vorteile des Stromabkommens zu informieren, damit dieses in einer möglichen Volksabstimmung Bestand hat und nicht an fehlender Information oder unbegründeten Vorbehalten scheitert.
Die Allianz koordiniert zudem die überparteiliche Zusammenarbeit und macht sichtbar, weshalb das Stromabkommen für Bevölkerung, Wirtschaft und öffentliche Hand von Bedeutung ist. Auch für die Unternehmen ist der Nutzen konkret: «Es geht um das Interesse der Schweiz und des Wirtschaftsstandortes. Ohne Stromabkommen wird die Stabilisierung des Schweizer Stromnetzes deutlich mehr kosten. Diese Mehrkosten würden auf die Verbraucher überwälzt, auf Haushalte und Unternehmen», sagt Suzanne Thoma, CEO von Sulzer.
Eine sichere Stromversorgung ist Grundlage für Wohlstand und Lebensqualität
Mit der Lancierung der Allianz Stromabkommen Schweiz erhält das Stromabkommen eine starke Stimme aus Wirtschaft, Energiebranche und Gesellschaft. Die Allianz setzt sich dafür ein, dass die Schweiz ihre Stromversorgung langfristig absichert, ihre Rolle im europäischen Stromsystem stärkt und die Chancen der Energiewende nutzt. Denn eine sichere und bezahlbare Stromversorgung ist eine Grundlage für Wohlstand, Arbeitsplätze und Lebensqualität in der Schweiz.
Irit Mandel
Tel. +41 62 825 25 30, irit.mandel@strom.ch
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