Strom und Verbrauch

Strom ist die Energieform, die am vielfältigsten einsetzbar ist und kann in allen Bereichen des täglichen Lebens verwendet werden. Dabei macht der Strom einen Viertel der insgesamt in der Schweiz verbrauchten Energie aus. Im Jahr 2014 wurden knapp 62 TWh Strom verbraucht. In den privaten Haushalten wird etwa ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs konsumiert, rund 60 Prozent entfallen auf Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen, die restlichen 8 Prozent auf den Verkehr. 

 

Fällt der Strom aus, steht vieles still. Stromunterbrüche wie jener in der Stadt Zürich im Winter 2015 bleiben im Gedächtnis haften. Solche Geschehnisse und Bilder machen deutlich, wie entscheidend für unseren Alltag eine verlässliche Versorgung mit Strom ist.
 

 

Nach wie vor hoher Stromverbrauch in der Schweiz

Die Stromproduktion geht uns alle an. Denn unser Alltag hängt im Privaten wie im Beruflichen von einer zuverlässigen Stromversorgung ab. Während im Jahr 2000 56 TWh Strom verbraucht wurden, waren es 2016 58 TWh. Zwar haben in den letzten Jahren Wirtschaftswachstum, Bevölkerungswachstum und mehr Heizgradtage den Stromverbrauch gesteigert, diese Steigerung konnte aber durch Effizienzmassnahmen kompensiert werden. So blieb der Verbrauch in den letzten Jahren stabil, während der Pro-Kopf-Verbrauch gar einen Rückgang verzeichnen kann.

 

Industrie und Dienstleistungen sind Hauptstromnutzer

Für die Schweizer Wirtschaft ist der Strom – sein Preis und die sichere Versorgung ‒ ein bedeutender Standortfaktor und für die Wettbewerbskraft entscheidend.


Mit 60 Prozent Verbrauchsanteil sind Industrie, Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen die Hauptstromnutzer in der Schweiz. In der Industrie wird die Produktion immer mehr automatisiert. Und die Dienstleistungsunternehmen investieren in Informatik und Kommunikation. Deshalb steigt hier der Verbrauch konstant.

 

Haushalte verbrauchen immer mehr Strom

Private Haushalte verbrauchen knapp ein Drittel des gesamten Strombedarfs der Schweiz. Zu Hause und in der Freizeit spielen immer mehr und immer leistungsfähigere Elektrogeräte eine wichtige Rolle. Das iPad, die Waschmaschine, das Handy, der Fernseher oder der Computer, mit dem wir täglich arbeiten oder im Internet surfen – für alle Geräte benötigen wir Strom.

 

Öffentlicher Verkehr verbraucht rund 8% des Schweizer Stroms

Auch der öffentliche Verkehr braucht immer mehr Strom. Rund 8 Prozent des Schweizer Stroms benötigen die SBB und weitere Verkehrsbetriebe. Immer schnellere Züge auf einem immer dichter befahrenen Streckennetz werden den Bedarf weiter steigen lassen.

Dies zeigt, wasUmweltschutz in Zukunft bedeutet: Wenn immer mehr Menschen und Güter mit der Bahn statt mit dem Auto oder dem Lastwagen unterwegs sind, wird unter dem Strich Energie gespart und das Klima geschont. Die Entwicklung führt jedoch auch zu einem Mehrbedarf an Strom.