Politik-News

 

Die Politische Feder 2017/05

 

Machen wir den Schritt nach vorn!

Haben wir auch in Zukunft genügend und bezahlbaren Strom? Diese wichtige Frage schwingt im Abstimmungskampf zur Energiestrategie 2050 obenauf. Die Antwort ist einfach und komplex zugleich: Es braucht ein neues Marktmodell, das – vor allem in den kritischen Wintermonaten – ein minimales Mass an einheimischer Produktion sicherstellt. Soweit zum einfachen Teil, bei welchem sich die Energiepolitik erfreulich einig zeigt. Die Komplexität steckt im Detail: Das Marktmodell muss so konzipiert werden, dass übergeordnete Ziele, zum Beispiel bezüglich Eigenversorgung, Winterversorgung, CO2-Bilanz oder Anteil Erneuerbarer, erfüllt werden. Diese komplexen Diskussionen stehen noch ganz am Anfang.

 

Hierzu kann das Schweizer Volk am 21.   Mai mit einem Ja einen positiven Richtungsentscheid treffen. Denn das erste Massnahmenpaket der Energiestrategie  2050, über welches wir abstimmen, ist darauf ausgelegt, die Wasserkraft – das Rückgrat der Schweizer Stromproduktion – zu stützen und dem Zubau der Erneuerbaren im Inland einen weiteren Anschub und einen marktkonformeren Drall zu geben. Zudem verlangt es vom Bundesrat die zügige Ausarbeitung eines neuen, Marktmodells für die inländische Produktion.

 

Die Energiestrategie  2050 ist also ein wichtiger Schritt nach vorn. Der Vorwurf der Gegner, sie bringe keine Lösungen für die Sicherung der Versorgung, ist verfehlt. Ein Nein am 21.  Mai wäre ein Rückschritt auf Feld  1 und würde zu neuerlichen, aufreibenden Grundsatzdebatten führen.

 

Ein Vakuum zwischen Status quo und neuer Orientierungssuche würde Unsicherheit schaffen, Zeit kosten und wertvolle Energie verpulvern, wie das Beispiel der am 12.  Februar gescheiterten Unternehmenssteuerreform  III eindrücklich zeigt: Vor der Abstimmung beteuerten die Gegner, man könne im Falle einer Ablehnung «rasch» eine «bessere» Vorlage verabschieden. Ob und wann dies wirklich geschieht, steht in den Sternen.

 

Treten wir also nicht an Ort, sondern machen wir den Schritt nach vorn, damit zeitgerecht Lösungen für die vordringlichen Fragen Versorgungssicherheit und langfristige Investitionsfähigkeit gefunden werden können.

 

 

Die politische Feder - Archiv

Die Kolumne «Die politische Feder» greift aktuelle wirtschafts-, gesellschafts- oder energiepolitische Themen auf und kommentiert diese aus Sicht der Strombranche. Die «politische Feder» erscheint monatlich in der Branchen-Fachzeitschrift «Bulletin».   Mehr  »

 

 

Newsletter «VSE: Fokus Energiepolitik»

Der Bereich Public Affairs des VSE greift im Newsletter «VSE: Fokus Energiepolitik» aktuelle energiepolitische Themen auf, vermittelt darin Fakten und Hintergründe und reflektiert diese aus Sicht der Strombranche. Der Newsletter erscheint in der Regel viermal jährlich und kann abonniert werden.   Mehr  »

 

 

Kontakt

Dominique Martin

Leiter Public Affairs

+4162 825 25 13

 

Kontakt

Cornelia Abouri

Expertin Public Affairs

+4162 825 25 15

 

 

Top-Themen der Strombranche

Bitte loggen Sie sich ein

 

 
Zu den Positions- und Themenpapieren
 

 
Zum Vernehmlassungstool
 

 
Newsletter «VSE: Fokus Energiepolitik» abonnieren