Das Verkehrshaus in Luzern präsentiert Energiethemen neu in einer Dauerausstellung. Es möchte die Energierealitäten von gestern, heute und morgen aufzeigen und für die breite Bevölkerung fassbar machen. Wo im April 2023 die Energiezukunft der Schweiz simuliert und für tausende von Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht werden soll, ist heute noch eine Baustelle. Fleissig wird am «House of Tomorrow» (Bild), einem Mehrzweckgebäude der neusten energietechnischen Generation gearbeitet. Der Neubau steht damit sinnbildlich dafür, was dereinst auf den 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche exponiert werden soll.
Herr Bütikofer, Sie sind Direktor des Verkehrshauses in Luzern, dem meistbesuchten Museum der Schweiz, ein beliebter Themenpark für Jung und Alt. Was stimmt Sie zuversichtlich, dass auch das Thema Energie die Massen anlockt?
Das Thema Energie war für Politik und Gesellschaft schon immer relevant. Wir gehen in Richtung einer 10-Millionen-Schweiz, Ressourcen werden knapper, Technologien entwickeln sich weiter, Strommangellagen werden wahrscheinlicher. Netto-Null, Energiestrategie, 2000-Wattgesellschaft – das sind gute Schlagworte, um Geschichten zu erzählen. Das Verkehrshaus verspricht Entdeckungen. Wir nehmen Besuchende auf eine Reise in die Energierealitäten von gestern, heute und morgen.
Die Themen sind nicht neu. Warum ist jetzt dennoch der richtige Zeitpunkt für Ihre Ausstellung und was wollen Sie damit bezwecken?
Das Energiethema hat sich verdichtet und beschäftigt die Menschen zunehmend, doch das Wissen darüber ist noch zu wenig verbreitet. Dabei bin ich sicher, dass viele einen Beitrag leisten wollen, wenn sie wissen, wie. Deshalb müssen wir die Grundkompetenz in der Bevölkerung erhöhen, Chancen aufzeigen und Technologie erlebbar machen. Mit Alltagsbeispielen zeigen wir auf, was die Energiezukunft konkret für unser Leben bedeutet. Mit dem Erfolgsmodell des Verkehrshauses – spielerisch lernen und entdecken – sind wir überzeugt, die Neugierde sämtlicher Besucherinnen und Besucher zu stimulieren, Vorbehalte abzubauen und letztlich die vielseitigen Energiethemen an den Familientisch zu bringen. Denn dort gehören sie hin.