Das Val Müstair, die Corbusier-Stadt La Chaux-de-Fonds, die Rebberge der Lavaux oder die mittelalterliche Berner Altstadt: Solche Orte stehen sinnbildlich für das Schöne und das Natur- und Kulturerbe unseres Landes. Auch andere Orte werden geschätzt – als Kulturstätte, Erholungsgebiet, Wohn- oder Arbeitsort. Wie sie geschützt oder genutzt werden können, das definiert die Raumplanung.
Dass dabei unterschiedliche, gar widersprüchliche Interessen aufeinanderprallen, liegt auf der Hand. Um alle unter einen Hut zu bringen, arbeitet die Raumplanung mit mehrstufigen Planungsprozessen und Planungsgrundsätzen. Ein haushälterischer Umgang mit dem Boden ist dabei eine der zentralen Maximen. So richtig diese ist, so hoch, ja fast unüberwindbar setzt sie allerdings die Hürden für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Das Energieangebot hält sich nämlich nicht an planerische Grundsätze. Nein, es kann nur dort erschlossen werden, wo Wasser fliesst, der Wind weht, Biomasse anfällt oder oft die Sonne scheint.