Die Energiepreise befinden sich seit Ende 2021 auf Rekordhöhe und belasten insbesondere die Wirtschaft. Die Gründe liegen in der nach Corona stark gestiegenen Nachfrage und dem knappen Angebot (reduzierte Gasimporte, schlechte KKW-Verfügbarkeit in Frankreich, deutscher Kohle- und Kernenergie-Ausstieg), der Krieg treibt die Preise zusätzlich nach oben.
Die erneuerbaren Energien hätten hierzulande in die Lücke ausbleibender Importe und wegfallender KKW-Produktion springen sollen. Doch der Ausbau hinkt hinterher, insbesondere wegen ungelöster Zielkonflikte Schutz-Nutzung und fehlenden Investitionsanreizen. Die Netze können ihre zentrale Funktion als Lebensader der Energieversorgung noch leisten. Doch auch sie stehen vor riesigen Herausforderungen: das Übertragungsnetz wegen der zunehmenden Probleme, den (versorgungsökonomisch effizienten) Austausch mit Europa zu gewährleisten und das Verteilnetz wegen des massiven Umbaus inklusive der Digitalisierung als Voraussetzung für die erneuerbare und elektrifizierte Energieversorgung.