Die Energiekrise hat die letzten eineinhalb Jahre unser aller Arbeit geprägt. Unsere Arbeit als VSE, die der Kommissionen, die aller unserer Mitgliedunternehmen. Herr und Frau Schweizer wissen jetzt, was eine Strommangellage ist, sind auf Energie sparen sensibilisiert, haben vielleicht zum ersten Mal den Strompreis bewusst wahrgenommen und wissen – so hoffen wir –, dass die Versorgungssicherheit selbst in der Schweiz nicht Gott gegeben ist.
Wetter sei Dank, sind wir diesen Winter an einer Strommangellage vorbeigeschrammt. Wir haben als VSE und als Branche eng mit dem Bund zusammengearbeitet, um für den Ernstfall, der hätte eintreffen können - das Risiko war real -, so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Diese Zusammenarbeit und der Austausch war und ist konstruktiv und ergiebig. In der Krise ist es entscheidend, sich zu kennen, am gleichen Tisch zu sitzen, kurze Wege zu haben, aufeinander zählen zu können.
Diese intensive Zusammenarbeit, diese Massnahmen und Vorbereitungen sind Vorleistungen für die Zukunft. Das ist wichtig, denn die Energiekrise hat verdeutlicht, was wir schon vorher wussten: Wir haben – auch wenn der Krieg in der Ukraine hoffentlich irgendwann vorbei sein wird – in der Schweiz ein strukturelles Winterstromproblem, produzieren in der kalten Jahreszeit zu wenig Strom im Inland und können die Versorgung zu einem guten Teil nur dank Importen gewährleisten. Importe, die in Zukunft – notabene ohne Stromabkommen – alles andere als sicher sind. Und der Strombedarf wird nicht weniger, im Gegenteil.