Alpiq hat das grosse Potenzial von grünem Wasserstoff zur Erreichung der Klimaziele sehr früh erkannt – und insbesondere Anfang 2019 ins Joint Venture Hydrospider investiert. Der daraus resultierende Bau der Produktionsanlage beim Alpiq Wasserkraftwerk Gösgen sieht das Unternehmen als "ersten Meilenstein für die Etablierung von grünem Wasserstoff in der Schweiz".
Rolle und Stellenwert von Wasserstoff in Bezug auf die ES2050 und das Netto-Null-Ziel
Alpiq ist überzeugt, dass grüner Wasserstoff eine sehr wichtige Rolle in Bezug auf die Erreichung des Netto-Null-Emissionsziels spielen wird – insbesondere durch den Einsatz im Bereich der emissionsfreien Mobilität. Wichtig sei, dass es sich dabei wirklich um grünen Wasserstoff handelt – also Wasserstoff, der durch Elektrolyse und mit Strom aus erneuerbarer Energie produziert wird. "Bei der Dekarbonisierung bildet Wasserstoff eine Brücke von Strom in Bereiche, die nicht so leicht elektrifiziert werden können", sagt der Alpiq-Mediensprecher Guido Lichtensteiger. "Vor allem mit grünem Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Elektro-LKW sind ein zentrales Element zur Dekarbonisierung des Schwerverkehrs. Hier sehen wir ein sehr grosses Potenzial."
Grüner Wasserstoff steigert die Effizienz des Gesamtenergiesystems: Die Integration von PV und Wind ins Energiesystem wird ermöglicht, indem Strom mit H2 speicherbar gemacht wird. Mit zunehmender Produktion von Strom aus PV – eines der Ziele der ES2050 – wird dieser Prozess immer wichtiger. Auch dem flexibilisierten und netzdienlichen Betrieb von Flusskraftwerken (Bandlast) wird durch die Wasserstoff-Technologie Vorschub geleistet.