Die Digitalisierung ist eine wesentliche Voraussetzung für den Umbau des Energiesystems. Die Energieversorgung wird zunehmend dezentral und komplex. Digitale Technologien ermöglichen effiziente, schnelle und automatisierte Prozesse. Sie helfen, die zunehmende Komplexität zu handhaben und damit die Stromversorgungssicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten. Energieunternehmen profitieren von den grossen Datenmengen aus Einspeisung, Smart Metering und dem Netzbetrieb dahingehend, dass sie künftig mehr über die Bedürfnisse ihrer Kundinnen und Kunden erfahren und entsprechende Produkte und Services anbieten.
Dass die Digitalisierung ein Möglichmacher für die Energiewende ist und neue, sich rechnende Geschäftsmodelle ermöglicht, haben EVUs längst erkannt, wie die Studie «Digital@EVU 2021» zeigt. Von den über 100 Energieversorgern aller Wertschöpfungsstufen und Grössenklassen geben 56% der teilnehmenden Unternehmen an, dass sie über eine Digital-Strategie verfügen (Zunahme von 12% im Vergleich zu 2020). Digitale Angebote in den verschiedensten Bereichen – von dezentralen Erzeugungsanlagen über den Stromhandel bis hin zu Elektromobilität und Energiemanagementlösungen – werden als Hebel für Wachstum gesehen.
Virtueller Treffpunkt für die digitale Transformation der Branche
Um den Austausch und die gegenseitige Unterstützung in Bezug auf die digitale Transformation der Energiebranche zu fördern, stellt der VSE das «Forum für Digitalisierung in der Energiebranche» bereit. Es richtet sich an Mitarbeitende aus allen Bereichen und Stufen von Energieversorgungsunternehmen, Anbieter von digitalen Lösungen, Personen aus Lehre und Forschung sowie Behörden, Kantonen und Gemeinden. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, sich online in sieben Themenfeldern (siehe Grafik) zu vernetzen und sich fachlich auf hohem Niveau zu unterschiedlichsten digitalen Fragenstellungen, Entwicklungen und Trends auszutauschen.