In Glarus wird erneuerbare Wärmeversorgung vorangetrieben

05.10.2026
Die Technischen Betriebe Glarus (tb.glarus) bauen die erneuerbare Wärmeversorgung weiter aus. In den kommenden Jahren werden die Hauptleitungen der Wärmeverbünde Glarus 2 und Glarus 3 etappenweise erweitert. Gleichzeitig wird die neue Energiezentrale des Wärmeverbunds Glarus 3 im Gründli geplant, die langfristig mehr als 400 Liegen-schaften mit Wärme versorgen soll. Damit leisten die tb.glarus einen wichtigen Beitrag zum Ziel «Netto-Null bis 2050» und schaffen eine nachhaltige Alternative zu fossilen Energieträgern wie Öl und Gas in der Gemeinde Glarus.

Das ist eine Medienmitteilung von tb.glarus – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder. 

 

Gebäude spielen für das Erreichen der Klimaziele eine wichtige Rolle. Seit dem Jahr 2023 dürfen gemäss dem Glarner Energiegesetz in Wohnbauten keine neuen Öl- oder Gasheizungen mehr eingebaut werden. Für Bauten und Anlagen der öffentlichen Hand sollen bis 2040 mindestens 90 Prozent der Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien stammen. Mit dem geplanten Ausbau der Wärmeversorgung schaffen die tb.glarus weitere Voraussetzungen, damit künftig zusätzliche Haushalte, öffentliche Gebäude und Betriebe mit erneuerbarer Wärme versorgt werden können. 

Wärmeverbünde Glarus 2 und 3 werden erweitert

Der Wärmeverbund Glarus 2 im Norden der Stadt Glarus wird zwischen 2027 und 2031 schrittweise in Richtung Adlergut, Spital, Zollhausstrasse, Berglistrasse, Lindengut und Sonnenhügel erweitert. Die bestehende Heizzentrale beim Schulhaus Buchholz liefert bereits heute erneuerbare Wärme.

Auch der Wärmeverbund Glarus 3 wird etappenweise ausgebaut. Die ersten Hauptleitungen sollen ab 2027 vom Gründli in Richtung Stadtzentrum sowie in die angrenzenden Quartiere führen. Langfristig ist bis 2041 ein rund fünf Kilometer langes Hauptleitungsnetz vorgesehen, das weite Teile des Zentrums und des Südens von Glarus erschliesst. Die zusätzlichen Anschlussleitungen von den Hauptleitungen zu den einzelnen Liegenschaften sind in dieser Länge noch nicht enthalten.

Der Ausbau richtet sich in erster Linie nach dem tatsächlichen Wärmebedarf und der Anschlussbereitschaft der Liegenschaftseigentümerinnen und -eigentümer. Weiter werden die Bauetappen mit anstehenden Strassen- und Werkleitungsarbeiten koordiniert. Über den genauen Zeitpunkt und die Anschlussmöglichkeiten werden die betroffenen Eigentümerschaften frühzeitig informiert.

Energiezentrale Gründli als Herzstück

Das Herzstück des Wärmeverbunds Glarus 3 bildet die geplante Energiezentrale im Gründli. Regionale Holzschnitzel sollen künftig die Grundenergie liefern. Ein modularer Aufbau ermöglicht es, die Anlage entsprechend dem zukünftigen Wärmebedarf weiterzuentwickeln. Ergänzende Anlagen wie Wärmepumpen, Wärmespeicher und Photovoltaik sollen zu einem möglichst effizienten Betrieb beitragen.

Die Energiezentrale ist nördlich der bestehenden Turnhalle und des Hallenbads vorgesehen. Ein wesentlicher Teil der technischen Anlagen soll unterirdisch angeordnet werden. Bei der Planung wird darauf geachtet, dass sich der Neubau möglichst gut in das bestehende Gründli-Areal einfügt.

Ein weiteres Augenmerk wird auf die Wegführung auf dem Areal gelegt. Der Fussverkehr zwischen der Schule Erlen und dem Gründli soll künftig möglichst getrennt von der Anlieferung der Holzschnitzel geführt werden. Bis zur Inbetriebnahme der definitiven Energiezentrale stellt das bereits erstellte Heizprovisorium an der Glärnischstrasse die Versorgung der angeschlossenen Liegenschaften sicher. (tb.glarus)

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