Erstes Halbjahr 2026

01.10.2026
Die Transformation des Energiesystems erfordert ein starkes Stromnetz und eine enge Zusammenarbeit mit den Partnern in der Schweiz und in Europa. Swissgrid treibt deshalb den Ausbau und die Modernisierung des Übertragungsnetzes voran und erachtet das Stromabkommen mit der EU als zentral für die Versorgungssicherheit. Im ersten Halbjahr 2026 profitierte das Schweizer Stromsystem dank neuem Preismechanismus bei der Ausgleichsenergie von tieferen Beschaffungskosten.

Das ist eine Medienmitteilung von Swissgrid – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder. 

 

Swissgrid erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Unternehmensergebnis von CHF 37,8 Mio. (erstes Halbjahr 2025: CHF 45 Mio.). Die Bilanzsumme belief sich per Ende Juni 2026 auf CHF 3 Mia. (2025: CHF 3,5 Mia.), die Eigenkapitalquote lag bei 48 Prozent (per Ende 2025: 42,4 Prozent). Swissgrid investierte im ersten Halbjahr insgesamt CHF 164,8 Mio. in die Modernisierung des Schweizer Übertragungsnetzes und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.

Swissgrid reduzierte die Tarife für das Geschäftsjahr 2026, weshalb der Umsatz im ersten Halbjahr erwartungsgemäss mit CHF 513,8 Mio. unter dem Vorjahreswert (erstes Halbjahr 2025: CHF 795,5 Mio.) lag.

Gleichzeitig senkte Swissgrid den Beschaffungsaufwand um 50 Prozent auf CHF 150,1 Mio. (erstes Halbjahr 2025: CHF 300,2 Mio.). Einen wichtigen Beitrag dazu leistet der Anfang 2026 eingeführte neue Preismechanismus für die Ausgleichsenergie. Er schafft Anreize für Bilanzgruppen, aktiv zur Stabilisierung des Stromnetzes beizutragen. Dadurch muss Swissgrid weniger Regelenergie einsetzen. Dies senkt die Kosten für den sicheren Betrieb des Übertragungsnetzes und erhöht gleichzeitig die Effizienz des Gesamtsystems. Zum tieferen Beschaffungsaufwand trugen neben dem neuen Ausgleichsenergiepreismechanismus weitere Massnahmen bei. Dazu gehören die gemeinsam mit der Branche verbesserten Prognosen für die PV-Produktion, der verstärkte Einsatz KI-gestützter Optimierungsverfahren für den Regelenergieeinsatz sowie die Optimierung der Beschaffung von Regelleistung. Allein aus der optimierten Beschaffung von Regelleistung resultierten Einsparungen von CHF 63,9 Mio.

Die Energiezukunft braucht ein starkes Netz

Das Stromsystem in der Schweiz und Europa befindet sich in der grössten Transformation seiner Geschichte. Der Ausbau der erneuerbaren Energien, die zunehmende Elektrifizierung und die Digitalisierung verändern die Anforderungen an das Stromnetz grundlegend.

Damit das Netz nicht zum Engpass der Energiezukunft wird, muss es ausgebaut, modernisiert und digitalisiert werden. Eine zentrale Voraussetzung dafür sind schnellere Bewilligungsverfahren. Heute dauern viele Netzprojekte Jahre oder gar Jahrzehnte. Swissgrid unterstützt deshalb die Netzexpress-Vorlage. Sie soll dazu beitragen, dringend notwendige Netzinfrastrukturprojekte schneller umzusetzen und die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken. (Swissgrid)

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