Im Jahr 2015 hat der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt das Gesetz über den öffentlichen Verkehr geändert. Das Kantonsparlament beschloss damals, dass die BVB ihre Busflotte bis spätestens 2027 vollständig mit erneuerbarer Energie betreiben müsse. In einer Vorstudie eruierte die BVB gemeinsam mit dem Kanton, welche Antriebsform sich dafür am besten eignet. Dabei wurden verschiedene Antriebstechnologien (beispielsweise Wasserstoff, Biogas, Plug-in-Hybrid oder batterieelektrisch) hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Umwelt- und Stadtverträglichkeit sowie der Auswirkungen auf den Betrieb analysiert.
Das Rennen machten schliesslich Busse mit batterieelektrischem Antrieb. Für den täglichen Betrieb in einer grossen Stadt mit vielen Bremsvorgängen (bei denen Energie rekuperiert werden kann), ist diese Antriebsform am effizientesten. Neben der Effizienz verweist die BVB auf ihrer Website auch auf die reduzierten Lärm- und Schadstoffemissionen. So entspreche die CO2-Einsparung durch einen Elektrobus dem CO2-Ausstoss von 3500 PKWs – und zwar jedes Jahr.
Ein Neubau ersetzt die bestehende Garage Rank
Insgesamt beschafft die BVB bis 2027 126 neue Elektrobusse, welche die Flotte von heute 120 mit Diesel und Gas betriebenen Bussen ersetzen werden (vgl. «126 neue Elektrobusse»). Geladen werden die Fahrzeuge an Ladestationen in der Garage Rank. Die bestehende Garage reicht für diesen Zweck jedoch in mehrfacher Hinsicht nicht aus. Das Gebäude stammt aus den 1950er Jahren und müsste erdbebenertüchtigt werden. Vor 70 Jahren hatte der öffentliche Verkehr in Basel noch nicht die Dimensionen von heute, weshalb das Gebäude zwar den damaligen Bedürfnissen genügte, heute aber viel zu klein ist. Ausserdem wäre es auch wirtschaftlich nicht sinnvoll, das sanierungsbedürftige Gebäude anzupassen oder gar zu erweitern.