Im August 2008 wurde die Schweiz ans Schengener Fahndungssystem SIS angeschlossen, veranstaltete die Rütli-Kommission eine einfache 1.-August-Feier ohne nationale Prominenz und in der Linth-Ebene führten starke Regenfälle zu Überschwemmungen. Ebenfalls im August 2008 präsentierte die Eniwa – welche damals noch IBAarau hiess – den solothurnischen und aargauischen Behörden ein Konzept zur Erneuerung des Kraftwerks Aarau.
Seither sind beinahe 14 Jahre vergangen, und noch immer ist nicht klar, ob und wie das Kraftwerk erneuert werden kann. Während dieser langen Jahre optimierte Eniwa das Projekt bezüglich Umwelt und Fischgängigkeit mit entsprechenden konzeptionellen Änderungen und Ausgleichsmassnahmen mehrere Male, und die Kantone Solothurn und Aargau schlossen die Vorprüfung ab.
Im Zuge der öffentlichen Auflage waren Anfang Mai 2021 mehrere Einsprachen gegen das Projekt eingegangen, welche sich gegen die geplante Entfernung des schmalen Mitteldammes richteten. Diese Entfernung des Mitteldammes – ein Relikt aus früherer Zeit als Strom noch abwechselnd in Kanal 1 und Kanal 2 gewonnen wurde – ist für Eniwa jedoch ein wichtiger Bestandteil der Kraftwerkserneuerung: Ohne Mitteldamm werden Strömungsverluste minimiert und aufgrund des grösseren Fliessquerschnitts wird die Stromerzeugung effizienter. Mit dieser und weiteren Massnahmen will Eniwa die Stromproduktion um 22 % auf 125 GWh pro Jahr steigern.