Der VSE Vorstand hat für das Projekt «Vorschau 2022» grünes Licht gegeben. Seit da sind sich Projektleitung, Teilprojekte und ihre Mitarbeitende – allesamt vom VSE oder seinen Mitgliedsunternehmen – am Konstituieren; das Projekt nimmt Fahrt auf und Gestalt an. Nick Zepf, Leiter Corporate Development bei Axpo, ist an Bord, seit man sich die ersten Gedanken zum Projekt gemacht hat – und leitet dessen Steering Board.
Nick Zepf, welches Ziel verfolgen der VSE und die Branche mit der «Vorschau 2022»?
Ein Verband muss ja grundsätzlich immer nach vorne blicken. In der Strombranche müssen wir noch etwas weiter nach vorne blicken. Einerseits, weil die Investitionen von heute noch lange da sein werden. Andererseits, weil sich fundamentale Veränderungen im Strombereich abzeichnen – die grossen Einfluss auf das Kerngeschäft haben. Strom ist für die Energiezukunft der Schweiz der Schlüsselfaktor schlechthin. Qualitative und quantitativen Studien loten die Energiezukunft der Schweiz aus – mit Fokus Strom – und zeigen mögliche Wege auf. Die Zukunftsoptionen sollen transparent aufgezeigt und auch bewertet werden. Das konkrete Ziel: Die Leser verstehen am Schluss, welche Ansätze es gibt – und was deren Vor- und Nachteile sind. Wir wollen einen Beitrag zu einer sachlichen Energiediskussion leisten.
Drängend scheint nach dem gescheiterten Institutionellen Abkommen (InstA) die Frage nach der Versorgungssicherheit im Winter...
Ja, wir werden auch dieses spezifische Thema aufarbeiten und die oft komplexen Zusammenhänge fundiert und verständlich darstellen. Die Sommer-Winter-Umlagerung ist heute noch nicht so klar durchleuchtet. Es ist uns wichtig, dass alle interessierten Kreise verstehen, was die Zusammenhänge sind und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Und: Mit der Studie allein ist es nicht getan. Danach geht es an die Umsetzung. Der VSE wird politische und regulatorische Forderungen und Empfehlungen von den Ergebnissen ableiten.
