Letzte Woche präsentierte der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE die Resultate seiner aktualisierten Studie «Energiezukunft 2050». Laut dieser schafft eine konsequente Umsetzung des Stromgesetzes und der Abschluss eines Stromabkommens die besten Voraussetzungen für eine sichere und resiliente Schweizer Stromversorgung. Die Herausforderungen, Stossrichtungen und Lösungsansätze der VSE Studie bildeten den roten Faden des diesjährigen schweizerischen Stromkongresses – dem jährlichen Branchentreffen, an dem erneut über 400 Teilnehmende aus Branche, Politik und Wissenschaft teilnahmen und von Journalistin Barbara Lüthi moderiert wurde.
«Gesamtsystem denken, Versorgung sichern – Deliver!»
Das Leitmotiv des Stromkongresses fand sich in verschiedenen Voten wieder. Darunter auch in jenem von Bundesrat Albert Rösti, der den Stromkongress mit einer lebhaften Rede beschloss: «Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft, die gemeinsam Verantwortung für eine sichere Stromversorgung übernehmen muss.» Geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, damit alle involvierten Akteure die Versorgungssicherheit gewährleisten können, sei oberste Priorität des Bundesrats. Jetzt müsse das Stromgesetz umgesetzt und die erneuerbaren Energien ausgebaut werden.
VSE Präsident Martin Schwab hielt in seiner Eröffnungsrede mit Bezug auf die Studie «Energiezukunft 2050» fest, dass es nicht an verschiedenen Lösungen mangle, die Stromversorgung langfristig zu sichern: «Das Problem ist die fehlende Akzeptanz und die vielen Einsprachen bei zahlreichen Projekten, die die Umsetzung verhindern. Politik und Gesellschaft müssen klar vorgeben, welche Lösungen sie akzeptieren – und dann den Weg auch unbeirrt beschreiten.» Ein klarer politischer und gesellschaftlicher Wille sei unerlässlich, damit die Schweiz die Ziele des Stromgesetzes erreichen kann.