Die Versorgungssicherheit mit Strom steht auf dem Spiel. Mit dem Mantelerlass hat das Parlament am 29. September ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 verabschiedet. Ein Meilenstein, dem 177 Nationalrats- und 44 Ständeratsmitglieder zustimmten. Der Mantelerlass gibt uns die Instrumente, um die Stromversorgung die nächsten 10 bis 15 Jahre zu sichern. Darüber hinaus wird es weitere Schritte brauchen, langfristig brauchen wir mehr Offenheit. Angesichts des harten Ringens um Kompromisse im Parlament ist es nicht nachvollziehbar, dass gegen die wichtigste energiepolitische Gesetzesvorlage das Referendum ergriffen wird. Die Branche wird alle Hebel in Bewegung setzen, um dieses Referendum zu bekämpfen.
Auch die Biodiversitätsinitiative ist ein grosses Risiko für den Mantelerlass. Sie würde die erzielten Fortschritte für einen Ausbau der erneuerbaren Energien rückgängig machen und somit die Energie- und Klimaziele der Schweiz bis 2050 gefährden. Wir müssen die Ökosysteme und Artenvielfalt erhalten, dagegen ist niemand. Ein Nein an der Urne zur Initiative bedeutet zum Glück nicht, gegen Biodiversität zu sein, sondern das Gegenteil. Biodiversität können wir nur erhalten, wenn wir das Klima effektiv schützen. Und genau deshalb müssen wir die inländische Produktion ausbauen und die Energieversorgung dekarbonisieren. Ein Ja zum Mantelerlass und ein Nein zur Initiative ist die Voraussetzung dafür.