Seit einiger Zeit schon geistert in der Politik die Idee herum, das Messwesen zu liberalisieren. Vage Vorstellungen von einer teilweisen bis zu einer vollständigen Wahlfreiheit des Messdienstleisters sind bisher in der Diskussion stecken geblieben – und das nicht ohne Grund, wäre doch eine Liberalisierung alles andere als effizient und zielführend.
Das Messwesen bildet eine Einheit mit dem Netz. Es dient nämlich nicht nur der Abrechnung von Stromverbrauch und Netznutzung, sondern insbesondere auch dem sicheren Netzbetrieb und der vorausschauenden Netzplanung. Eine Liberalisierung brächte diese vitalen Funktionen eines sicheren Netzes durcheinander. Verantwortlichkeiten würden auseinandergerissen und müssten aufwendig zwischen den Akteuren koordiniert und geregelt werden. Dabei entstünden gerade mit Blick auf die Datensicherheit unnötige Risiken.