Wendet man den Blick als privilegierte Schweizerin auf andere Länder der Erde, sind die Gedanken, die ich mir zum Frauenanteil in der Energiebranche mache, nicht ganz schambefreit. Zur Reflexion der eigenen Situation und eben der Position der Frauen in unserer Branche anregen soll der 8. März trotzdem.
Mein halbes Leben bin ich in einer «Männerwelt», wie man so gerne sagt, unterwegs: erst an der ETH, und mittlerweile seit fast 20 Jahren in der Energiewirtschaft. Bei den meisten Stationen war ich eine von wenigen. Jetzt bin ich Mitglied einer Geschäftsleitung, die hälftig aus Frauen besteht, in einem Verband mit einem Frauenanteil von 56%. Ja, auch wenn ich es persönlich nie als speziell empfunden habe, in dieser Branche Frau zu sein, so bin ich doch überzeugt, dass die Mischung von Frau und Mann unser Team schlagkräftiger macht. Man darf diesen Gedanken klischiert finden, durchaus. Aber wer es kennt, weiss, dass es stimmt. Immer im Bewusstsein, dass das Geschlecht nur eine der unzähligen Facetten ist, die uns in solchen Gremien Diversität und damit Stärke bringen.