Manche Dinge brauchen in der Schweiz etwas länger. Die direkte Demokratie gibt unserem Land Stabilität. Doch manchmal wirft sie es auch zurück. So brauchen gute Ideen oder notwendige Veränderungen zuweilen mehrere Anläufe, wie das Frauenstimmrecht, die Mutterschaftsversicherung oder die Unternehmensbesteuerung.
Auch in der Klimapolitik müssen wir einen neuen Anlauf nehmen: Das scheinbar wohl austarierte CO2-Gesetz hat Schiffbruch erlitten. Trotzdem muss es nun weitergehen, denn Nichtstun ist in der Klimapolitik keine Option. Sehen wir es als Chance, nochmals über die Bücher zu gehen.
Ideen, was noch mehrheitsfähig sein könnte und was nicht, haben Hochkonjunktur. Man dürfe nicht «bestrafen», sondern müsse «belohnen» – das ist im Moment das vorherrschende Narrativ. Sollen wir nun kurzerhand auf massive Subventionen setzen?