Bis 2050 braucht die Schweiz massiv mehr Strom. Insbesondere mit Wasser-, Solar- und Windkraftanlagen muss sie eine Stromlücke von mindestens 37 TWh schliessen, mehr als die Hälfte davon im Winter (vgl. VSE Studie «Energiezukunft 2050»). Die Stromlücke entsteht durch den Ersatz fossiler Energieträger mit Strom (Dekarbonisierung) und der sukzessiven Stilllegung der Schweizer Kernkraftwerke. Das heutige Ausbautempo reicht bei Weitem nicht, um diese Lücke zu schliessen.
Dabei mangelt es nicht an guten Projekten, um den Ausbau der Schweizer (Winter-)Stromproduktion substanziell voranzutreiben, wie die neue Übersicht des VSE zeigt. Es ist die erste Plattform, die sich zum Ziel setzt, den schweizweiten Ausbau der erneuerbaren Energien, allen voran Wasser- und Windkraft sowie PV-Freiflächenanlagen, sichtbar zu machen und die zahlreichen bekannten Projekte, die geplant oder am Laufen sind, sowie Details dazu aufzulisten. Dazu gehören u.a. der Projektstand, die erwartete Jahresproduktion sowie der einstige Beitrag zur Winterstromversorgung.
Gemäss dieser Übersicht gibt es schweizweit 104 bekannte Ausbauprojekte (Stand: 15.09.2023). Davon sind 34 Wasserkraftprojekte, 39 geplante alpine PV-Freiflächenanlagen, 28 Windkraftprojekte und 3 Biomasse-Projekte. Aufsummiert würde bei Realisierung sämtlicher Projekte eine Jahresproduktion von 4 Terawattstunden erreicht und mindestens 3,4 TWh zusätzlicher Winterstrom.