Die Energiepreise sind seit Monaten auf Rekordniveau und schwanken stark, was zu grossen Unsicherheiten führt. Mit ursächlich dafür sind die unterdurchschnittlich gefüllten europäischen Gasspeicher. Hinzu kommen die dramatischen Ereignisse in der Ukraine und die zurecht beschlossenen Sanktionen gegen Russland. Sie manifestieren die Problematik der Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen sowohl hinsichtlich der Versorgung wie auch den Energiepreisen mehr als deutlich. Entsprechend ist auch keine Entspannung in Sicht.
Die EU diskutiert daher Massnahmen, um die Konsumentinnen und Konsumenten vor den hohen Energiepreisen zu schützen – wie dies einzelne Länder bereits Ende des letzten Jahres getan haben. Eurelectric, der Branchenverband der europäischen Elektrizitätswirtschaft, unterstützt zwar diese Bestrebung, zeigt sich aber besorgt über Markteingriffe, die die Investitionsbedingungen in erneuerbare Produktionsanlagen unattraktiver gestalten. Dies geht aus einem Brief ihres Präsidenten, Jean-Bernard Lévy, an die EU-Kommission hervor.