Trinkwasserqualität in Aarau: Aktuelle Messwerte neu übersichtlich online
Eniwa kontrolliert die Qualität des Trinkwassers regelmässig anhand verschiedener mikrobiologischer, chemischer und physikalischer Parameter. Zusätzlich untersucht Eniwa weitere Stoffe, beobachtet deren Entwicklung laufend und beurteilt die Ergebnisse gemeinsam mit dem Amt für Verbraucherschutz des Kantons Aargau.
Messwerte neu übersichtlich und verständlich publiziert
Das Interesse der Bevölkerung an der Qualität des Aarauer Trinkwassers und an den einzelnen Messwerten ist gross. Dies zeigt auch das Bevölkerungsanliegen für mehr Transparenz bei den Trinkwasser-Messdaten, das vom Aarauer Einwohnerrat einstimmig aufgenommen wurde.
Eniwa begrüsst dieses Interesse. Eniwa hat den Bereich «Wasser» auf ihrer Website in den vergangenen Monaten grundlegend überarbeitet. Neu werden die verfügbaren Messwerte verständlich aufbereitet und fachlich eingeordnet. Damit können Interessierte die publizierten Werte besser nachvollziehen. Die Trinkwasserqualität wird während des ganzen Jahres fortlaufend kontrolliert. «Transparenz schafft Vertrauen. Deshalb wollen wir nicht nur die Messwerte zugänglich machen, sondern auch verständlich erklären, was sie für die Qualität unseres Trinkwassers bedeuten. Ich selbst trinke zu Hause in Aarau täglich Aarauer Trinkwasser», sagt Hans-Kaspar Scherrer, CEO von Eniwa.
Die Informationen sind in verschiedenen Detailstufen aufbereitet. Wer einen schnellen Überblick sucht, erhält eine verständliche Gesamtbeurteilung der Trinkwasserqualität. Wer mehr wissen möchte, findet Erläuterungen zu den einzelnen Parametern und kann die konkreten Messwerte einsehen. «Messwerte allein sagen noch wenig aus. Entscheidend ist ihre fachliche Einordnung. Deshalb zeigen wir nicht nur die Werte, sondern erklären auch, was sie für die Trinkwasserqualität bedeuten», sagt Marco von Arx, Leiter Engineering Gas/Wasser bei Eniwa.
Chlorothalonil: Trinkwasserfassung vorsorglich ausser Betrieb
Bei einem Abbauprodukt des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil (R471811) liegen einzelne Messwerte über dem festgelegten Höchstwert von 0,1 µg/l. Eniwa weist diese Werte transparent aus und beobachtet deren Entwicklung laufend.
Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil B-531/2020 vom 12. März 2026 festgehalten, dass dieser Stoff nicht als humantoxikologisch relevanter Metabolit einzustufen ist.
Um die Belastung im Trinkwasser möglichst gering zu halten, hat Eniwa vorsorglich eine Trinkwasserfassung mit erhöhten Messwerten ausser Betrieb genommen. Nach aktueller Gesamtbeurteilung kann das Trinkwasser weiterhin ohne Einschränkung getrunken werden.
PFAS-Werte in unauffälligem Bereich
Auch die untersuchten PFAS-Werte sind unauffällig. Sie erfüllen die geltenden schweizerischen und europäischen Anforderungen und liegen auch unter den künftig vorgesehenen strengeren Schweizer Vorgaben (Eniwa).