Spatenstich für neue Fernwärmezentrale in Oftringen
Für die neue Fernwärmezentrale (FWZ3) wird die bestehende Reststoffhalle auf dem Gelände der erzo KVA Oftringen umgebaut. Die Zentrale soll künftig zusätzliche Abwärme aus der Kehrichtverwertung für die Fernwärmeversorgung nutzen. Damit können fossile Energieträger ersetzt, der CO₂-Ausstoss reduziert und weitere Liegenschaften mit Fernwärme versorgt werden.
Zur Sicherstellung des Spitzenbedarfs sowie als Redundanz wird zudem ein weiterer Reservekessel installiert. Dieser gewährleistet auch bei sehr tiefen Aussentemperaturen oder während Revisions- und Wartungsarbeiten der erzo KVA einen zuverlässigen Betrieb des Fernwärmenetzes.
«Mit der neuen Fernwärmezentrale können wir zusätzliche Energie aus der Kehrichtverwertung nutzen, um künftig mehr Liegenschaften mit Fernwärme versorgen. Damit schaffen wir eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige Wärmeversorgung im unteren Wiggertal», sagt Michael Schneider, Verwaltungsratspräsident FUWI.
Weiterer Ausbau des Fernwärmenetzes
Der Bau der neuen Fernwärmezentrale ist Teil der ersten Ausbauphase des Fernwärmenetzes im unteren Wiggertal. Dazu gehört auch die seit Oktober 2026 im Bau befindliche Verbindungsleitung zwischen der erzo KVA Oftringen und der Energiezentrale Mühlegasse in Zofingen. In dieser Phase werden die bestehenden Wärmeverbünde von StWZ in Zofingen und Primeo Energie in Oftringen in das gemeinsame Netz integriert. Eigentümerinnen und Eigentümer entlang der neuen Leitung haben die Möglichkeit, ihre Liegenschaften bereits im Zuge des Leitungsbaus an das Fernwärmenetz anzuschliessen.
In einer zweiten Phase soll das Fernwärmenetz ab dem Ersatzneubau der erzo KVA auf weitere Gebiete im unteren Wiggertal ausgedehnt und die Fernwärmezentrale erweitert werden. Vorgesehen sind unter anderem Erschliessungen in Richtung Aarburg, Rothrist und Strengelbach sowie in weitere Gebiete von Zofingen und Oftringen.