Power Talk zeigt: Versorgungssicherheit braucht eine offene Debatte

24.09.2026
Wie kann die Schweiz ihre Stromversorgung auch in Zukunft sicherstellen? Dieser Frage widmete sich der jüngste Power Talk der EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) zum Thema «Windkraft oder Gas – was sichert unsere Zukunft?». Am Anlass wurden bewusst unterschiedliche Perspektiven zusammengebracht. Ziel der EBL war es, Chancen, Herausforderungen und Zielkonflikte der künftigen Stromversorgung differenziert zu beleuchten.

Das ist eine Medienmitteilung von EBL – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder. 

 

Im Zentrum der Diskussion standen zwei Technologien, die in der energiepolitischen Debatte regelmässig genannt werden: Windenergie und Gaskraftwerke. Während die Windkraft einen Beitrag zur erneuerbaren und inländischen Stromproduktion leisten kann, wird Gas insbesondere als mögliche Option zur Sicherstellung der Versorgung in Zeiten geringer Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen diskutiert.

Den Auftakt macht Yves Grebenarov, Mitglied der Geschäftsleitung der EBL, mit einem einführenden Input. Anschliessend diskutieren auf dem Podium Saskia Bourgeois, Fachspezialistin Erneuerbare Energien im Bereich Windenergie beim Bundesamt für Energie (BFE), Nadine Brauchli, Bereichsleiterin Energie und Mitglied der Geschäftsleitung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), Rita Kobler, Leiterin der Fachstelle Erneuerbare Energien des Kantons Basel-Landschaft, sowie Simon Weiher, Transformation Projects Manager bei Axpo. Gemeinsam ordnen sie die Rolle von Windkraft und Gas für die künftige Stromversorgung der Schweiz aus politischer, wirtschaftlicher und technischer Perspektive ein.

Die Referierenden zeigten auf, dass die Frage nicht mit einem einfachen Entweder-oder beantwortet werden kann. Vielmehr stehen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor der Herausforderung, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaziele miteinander zu vereinen. Dabei wurden sowohl die Potenziale als auch die Grenzen der einzelnen Technologien aufgezeigt.

Einigkeit bestand darin, dass die Schweiz angesichts der zunehmenden Elektrifizierung und des steigenden Strombedarfs zusätzliche Produktionskapazitäten benötigt. Gleichzeitig wurden unterschiedliche Einschätzungen dazu präsentiert, welche Technologien dabei priorisiert werden sollten und welche Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Ausbau erforderlich sind.

Der Power Talk machte deutlich: Die künftige Stromversorgung wird voraussichtlich auf einem Zusammenspiel verschiedener Technologien beruhen. Um tragfähige Lösungen zu finden, braucht es einen faktenbasierten Dialog und die Bereitschaft, unterschiedliche Positionen einzubeziehen.

Power Talks der EBL: Energiethemen zugänglich erklärt

Die Veranstaltungsreihe «Power Talk» der EBL hat sich als Plattform für aktuelle Energiethemen etabliert. Fachpersonen und Öffentlichkeit diskutieren im Elefantehuus zentrale Fragen der Energiezukunft in einem offenen und zugänglichen Rahmen. Auch im nächsten Jahr wird die EBL interessierten Besucherinnen und Besuchern wieder Einblicke in vielfältige Energiethemen geben. Die Termine werden über die Website der EBL, ebl.ch/powertalks, bekannt gegeben. (EBL)

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