Kürzlich war in einer grossen Schweizer Zeitung mit Blick auf die Stromversorgungssicherheit im Winter zu lesen, dass Erdöl «die letzte Verteidigungslinie der Zivilisation» sei. Echt jetzt? Bleibt uns nichts anderes übrig, als fossile Energien zu verbrennen im Wissen, dass wir damit nicht die Zivilisation retten… sondern vielmehr ihre Existenzgrundlagen weiter zerstören werden?
Defätismus wird uns nicht voranbringen – wir schauen lieber mit Tatendrang in die Zukunft. Nun gibt es eine gute und eine weniger gute Nachricht. Die gute zuerst: Seit den am 13. Dezember 2022 kommunizierten Ergebnissen unserer Studie «Energiezukunft 2050» wissen wir auf wissenschaftlicher Basis, dass wir die Energie- und Klimaziele erreichen und dabei erst noch die Versorgung sicherstellen können. Die weniger gute Nachricht ist, dass uns dies nicht in den Schoss fallen wird. Die Studie Energiezukunft lässt keine Zweifel offen: Mit den heutigen Rahmenbedingungen wird es nicht gelingen. Unabhängig des Szenarios kann die Versorgungssicherheit nur gewährleistet werden, wenn wir nicht nur ein wenig, sondern massiv viel mehr machen – und zwar von heute auf morgen und über mehrere Jahrzehnte.