Die Schweiz hat sich zur Dekarbonisierung ihrer Wirtschaft und Gesellschaft verpflichtet. Der Bundesrat strebt bis Mitte des Jahrhunderts gar eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf netto null an. Dies zu erreichen, setzt einen fundamentalen Umbau der Energieversorgung voraus: Die erneuerbaren Energien müssen massiv ausgebaut und die Elektrifizierung vorangetrieben werden. Die Speicherung und die Sektorkopplung verhelfen zu einer Optimierung der Gesamtenergieversorgung.
Die Schweiz ist klimapolitisch in einer ausgezeichneten Ausgangslage, verfügt sie doch im Unterschied zu den allermeisten Ländern bereits heute über eine praktisch CO2-freie Stromversorgung. Während andere nebst Verkehrs-, Gebäude- und Industriesektor auch ihre Stromproduktion dekarbonisieren müssen, hat die Schweiz den Grundstein einer erneuerbaren Stromversorgung bereits gelegt: Die Wasserkraft liefert fast zwei Drittel der Stromproduktion und ist so die mit Abstand wichtigste einheimische Energiequelle. Sie zu erhalten und im Rahmen des Möglichen sogar weiter auszubauen sowie den Anteil der anderen erneuerbaren Energien massiv zu steigern, ist der nächste Schritt im Umbau des Energiesystems. Die grosse Herausforderung wird dabei sein, mit erneuerbarem Strom die Dekarbonisierung der anderen Sektoren zu ermöglichen und gleichzeitig den CO2-freien Ersatz der Kernenergie zu bewerkstelligen.