- Oft wird darüber gesprochen, wie hoch der Anteil der Erneuerbaren Energie am Strommix in Deutschland ist – und wie hoch er noch werden soll. Aktuell ist knapp 40% der deutschen Stromproduktion erneuerbar, die Hälfte davon verdankt Deutschland dem Windstrom.
- Der Anteil der Erneuerbaren am Gesamtenergiemix zeigt, dass der Weg zur Klimaneutralität noch weit ist. Der Verkehr und das Heizen mit fossilen Ressourcen verursachen viel Treibhausgase. Gut 60% der verbrauchten Energie Deutschlands stammt immer noch aus nicht-erneuerbaren Quellen. Den Löwenanteil machen Braunkohle und Erdgas aus.
- Experten des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität Köln (EWI) schätzen den Bruttostromverbrauch Deutschlands im Jahr 2030 auf bis zu 748 Terrawattstunden (TWh). Das wäre ein Viertel mehr als heute. Weil Deutschland aus Kohle und Kernkraft gleichermassen aussteigt, ist eine Versorgungslücke zu erwarten.
- Gaskraftwerke dürften als Brückentechnologie dienen, um diese Lücke zu schliessen. Nicht nur fossiles Gas, sondern immer öfter auch erneuerbares Gas. Uniper-Chef Andreas Schierenbeck sieht die Lösung langfristig bei grünem Wasserstoff. "Das wird fünf bis zehn Jahre dauern, und so lange braucht es eben fossiles Gas." Dann könne schrittweise eine Wasserstoff-Wirtschaft entstehen.