Die Möglichkeit, verschiedene BESS-Geschäftsmodelle zu kombinieren (Revenue Stacking), senkt das wirtschaftliche Risiko signifikant. Nach erfolgreicher Ausschreibung und Vergleichsrunde verschiedener Anbieter und Regelenergie-Pooler steht die Umsetzung gegen Ende 2025 an. Renera unterstützt bei allen Phasen.
Im aktuellen Umfeld rechnen unsere Expert:innen mit einer Amortisationszeit von 4-6 Jahren. Da der Markt jedoch sehr volatil ist, muss mit Veränderungen gerechnet werden. Hierfür empfielt sich ein professionelles Asset Management zur Anpassung an die sich verändernden Marktgegebenheiten.
Aus der Erfahrung unserer BESS-Expert:innen bei verschiedenen Projekten lassen sich drei zentrale Erfolgsfaktoren für eine gelungene Umsetzung und den effizienten Betrieb von Batteriespeichern identifizieren:
- Eine systematische, interdisziplinäre Planung unter Einbezug aller relevanten Akteure – von Technik über Netzbetrieb bis hin zu Umwelt und Genehmigungen. Idealerweise folgen alle einem engen, aber realistischen Zeitplan.
- Die Auswahl des geeigneten Systems: Hier sind nicht nur Kapazität und Leistung entscheidend, sondern auch die Kompatibilität mit bestehenden Energiemanagementsystemen (EMS) sowie die Möglichkeit zur Integration in übergeordnete Pooling- oder Vermarktungsplattformen.
- Der Betrieb eines Batteriespeichers ist nur dann nachhaltig erfolgreich, wenn die Verfügbarkeit kontinuierlich überwacht und der Betrieb optimiert wird. Dies betrifft sowohl technische als auch wirtschaftliche Kennzahlen. Ein professionelles Asset Management ist deshalb zentral.
Zukünftige Entwicklungen und Trends
Die Dynamik im Bereich der Batteriespeicher wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter beschleunigen. Dies lässt sich aus aktuellen internationalen Marktbeobachtungen und nationalen Strategieberichten ableiten. [3] Die Rolle von Batteriespeichern im Schweizer Energiesystem wird ebenfalls deutlich an Bedeutung gewinnen. Gründe dafür sind technologische, wirtschaftliche und regulatorische Entwicklungen, die sowohl Chancen als auch Anforderungen für Energieversorgungsunternehmen mit sich bringen.
Für Schweizer EVU wird es zunehmend wichtig, verschiedene Anwendungsfälle von Batteriespeichern zu kombinieren – etwa Lastverschiebung (Peak Shaving) im lokalen Netz, Eigenverbrauchsoptimierung sowie die Teilnahme am Regelenergiemarkt (SDL). Diese sogenannte Mehrfachnutzung (Revenue Stacking) erhöht die Wirtschaftlichkeit signifikant und erlaubt eine schnellere Amortisation.
Die Entwicklung moderner Batterietechnologien verläuft rasant. Laut der International Renewable Energy Agency (IRENA) ist bis 2030 mit einer weiteren Halbierung der spezifischen Kosten sowie einer deutlichen Steigerung der Energiedichte gängiger Batteriesysteme zu rechnen. Konkret sind weitere Kostensenkungen auch in der Schweiz absehbar.
Folgende politische Rahmenbedingungen sprechen für die Umsetzung von BESS-Projekten: [4]
- Tiefere Abnahmevergütungen für ins Netz eingespeisten Solarstrom machen die Zwischenspeicherung in Batterien attraktiver.
- Ab 2026 wird das Netzentgelt für gespeicherten und wieder eingespeisten Strom rückerstattet.
- Dynamische Stromtarife erlauben eine flexiblere Integration von Speichern ins Energiesystem, fördern netzdienliches Laden und Entladen und senken gleichzeitig die Kosten.
Fazit
Batteriespeicher haben sich in der Praxis als ein relevantes Instrument der Energiewende etabliert. Insbesondere für Energieversorgungsunternehmen eröffnen sie neue Möglichkeiten zur Netzstabilisierung, zur Flexibilisierung des Strombezugs sowie zur wirtschaftlichen Optimierung des Betriebs. Die Erfahrungen aus laufenden Projekten zeigen, dass technische, wirtschaftliche und regulatorische Aspekte eng zusammenspielen. Eine frühzeitige, ganzheitliche Planung und eine kontinuierliche Betriebsoptimierung sind zentrale Voraussetzungen für den Erfolg.