Energiestrategie 2050

 

Energiestrategie 2050 - 1. Massnahmenpaket

 

 

Inhalt

Der Bundesrat hat im Mai 2011 als Reaktion auf das Reaktorunglück in Fukushima (Japan) die Energiestrategie 2050 lanciert. Ihr Ziel ist es, künftig auf den Beitrag der Kernenergie zur Stromerzeugung verzichten zu können, ohne jedoch die klimapolitischen Ambitionen der Schweiz in Frage zu stellen. Das Parlament hat das erste Massnahmenpaket nach gut dreijähriger Beratung am 30. September 2016 verabschiedet. Es umfasst folgende Eckpunkte:

  • Richtwerte für den Gesamtenergie- und Stromverbrauch sowie den Ausbau der Wasserkraft und der übrigen erneuerbaren Energien zur Stromproduktion
  • Verfahrensrechtliche Verbesserungen für erneuerbare Energien und Netze
  • Verstärkte Förderung der Ausbaus erneuerbarer Energien (insb. Kostendeckende Einspeisevergütung und Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen) sowie der Grosswasserkraft (Investitionsbeiträge); Erhöhung des Netzzuschlags auf max. 2,3 Rp./kWh; Reform und zeitliche Befristung des Fördersystems
  • Unterstützung der bestehenden Wasserkraft als Übergangslösung
  • Massnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr
  • Verbot neuer Rahmenbewilligungen für Kernkraftwerke

 

Nach der Verabschiedung durch das Parlament wurde das Referendum gegen die Vorlage lanciert. Die Frist für die Unterschriftensammlung läuft bis 19. Januar 2017.

Für detailliertere Informationen:

 

 

Position

Die Energiestrategie 2050 stellt für die Strombranche eine multidimensionale und langfristige Herausforderung dar. Der angestrebte beschleunigte Umbau des Energieversorgungssystems in Richtung von mehr Nachhaltigkeit und Effizienz ist von der Stossrichtung her richtig, fordert die Branche aber auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette.  

Das Parlament hat an der Vorlage namhafte Korrekturen vorgenommen, welche wichtige Anliegen der Strombranche berücksichtigen. Es kann festgehalten werden, dass die Vorlage nach Abschluss der parlamentarischen Phase realitätsnäher geworden ist.