Solides Unternehmensergebnis der AEW Energie AG trotz Belastungen durch höheren Aufwand für Energiebeschaffung

Die AEW Energie AG erzielte im Geschäftsjahr 2017/18 ein den Erwartungen entsprechendes solides Ergebnis. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) erreichte CHF 31,9 Mio. (Vorjahr CHF 47,2 Mio.) und die EBIT-Marge lag rund ein Drittel unter Vorjahresniveau bei 8,4 % (Vorjahr 12,9 %). Das Unternehmensergebnis belief sich auf CHF 30,7 Mio. (Vorjahr CHF 46,2 Mio.). Das Investitionsprogramm mit den Schwerpunkten Netzinfrastruktur, Wärme und erneuerbare Energien wurde konsequent und auf hohem Niveau weitergeführt. Smarte Lösungen für Eigenheimbesitzer und E-Mobilität erweitern das Dienstleistungsangebot.
14.02.2019

Unternehmensergebnis gemäss den Erwartungen
Das operative Ergebnis (EBIT) fiel mit CHF 31,9 Mio. (Vorjahr CHF 47,2 Mio.) rund ein Drittel tiefer aus als im Vorjahr. Das Ergebnis entsprach damit den Erwartungen. Belastend wirkten Ersatzbeschaffungen für elektrische Energie, die aufgrund der verlängerten Revision des Kernkraftwerks Leibstadt und des langen Stillstands von Block I des Kernkraftwerks Beznau nötig wurden. Das Finanzergebnis trug CHF 2,5 Mio. (Vorjahr CHF 8,9 Mio.) zum Unternehmensergebnis nach Steuern von CHF 30,7 Mio. bei (Vorjahr CHF 46,2 Mio.).

«Mit einer hohen Eigenkapitalquote von 80 % (Vorjahr rund 81 %) bei einer um 3 % höheren Bilanzsumme verfügt die AEW über eine solide finanzielle Basis, um den künftigen Herausforderungen im Markt zu begegnen und die notwendigen Erneuerungen im Netz vorzunehmen», so Ernst Werthmüller, Präsident des Verwaltungsrats.

Der Netzabsatz blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 4 258 Mio. kWh stabil (Vorjahr 4 258 Mio. kWh). Die Verfügbarkeit lag weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Kunden blieben im Durchschnitt nur 13 Minuten pro Jahr ohne Strom infolge Störung oder geplanter Ausschaltung. Der durchschnittliche Vergleichswert der Schweiz für 2017 lag bei 20 Minuten.

Weiter in die Versorgungssicherheit und die Energiezukunft investiert 
Das Investitionsprogramm für die nachhaltige Zukunftssicherung wurde weitergeführt und CHF 46,1 Mio. (Vorjahr CHF 63,5 Mio.) in Sach- und immaterielle Anlagen investiert. Den Schwerpunkt bildete mit CHF 33,7 Mio. die elektrische Netzinfrastruktur. CHF 4,9 Mio. wurden in die erneuerbaren Energien, in die IT und Digitalisierung sowie in die Übernahme von Gemeindenetzen investiert. Weiter flossen CHF 7,5 Mio. in neue und erweiterte Wärmeanlagen – hautsächlich auf Basis erneuerbarer Energieträger – und Wärmeverteilnetze.

Darüber hinaus wurden CHF 16,2 Mio. (Vorjahr CHF 8,1 Mio.) in Beteiligungen investiert, insbesondere in die Aktienkapitalerhöhung der Aarekraftwerk Klingnau AG.

Mit smarten Lösungen für Eigenheimbesitzer und E-Mobilität im Markt Fuss gefasst
Mit dem neuen Angebot AEW myHome für Einfamilienhausbesitzer, einem Energiesystem zur Erzeugung, Nutzung und Speicherung eigener Energie, sowie in der E-Mobilität mit weiteren Ladestationen sowie mit Pilotanwendungen für E-Carsharing gelang es, in neuen Märkten Fuss zu fassen. Hubert Zimmermann, CEO der AEW: «Die AEW wird damit verstärkt zu einem Dienstleister und Lösungsanbieter rund um Strom, Wärme/Kälte, Mobilität und Telekommunikation. Die Zusammenarbeit mit Gewerbe, Industriepartnern und Start-ups ist dabei für uns ein zentraler Erfolgsfaktor, und sie konnte im vergangenen Jahr vertieft und gefestigt werden.»

Erneuerbare Energien und CO2-Bilanz im Fokus
Der Anteil der an Endverbraucher gelieferten Energie aus erneuerbaren Energien lag mit 72,75 % um 17 % höher als im Vorjahr, und 29 000 Kunden nutzten Naturstromprodukte der AEW (Zuwachs + 11,5 % gegenüber Vorjahr). In den 74 durch die AEW betriebenen Wärmeverbunden wurden über 41 000 Tonnen CO2 eingespart, was einen erheblichen Beitrag an die Klimaziele des Bundes darstellt. Anfang 2018 nahm die AEW den schweizweit einzigartigen Holzpelletvergaser in Betrieb. Es ist ihre erste Anlage, die Strom und Wärme für rund 270 Haushalte auf Basis von Biomasse produziert. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr drei neue Solarstrom-Anlagen in Betrieb genommen, so dass sich die Gesamtleistung mit 34 Solarstrom-Anlagen auf 4 800 kWp erhöht hat. Neue Wege beschritt die AEW im Frühjahr 2018 mit dem Gemeinschaftsprojekt «Rheinfelden Solar» mit der Stadt Rheinfelden: Auf dem Dach des Feuerwehrmagazins wurde eine Solarstrom-Anlage gebaut, an der sich die Bevölkerung beteiligt hat.

Bedeutende Leistungen an öffentliche Hand und Aktionär 
Die direkten Leistungen an die öffentliche Hand (Kanton und Gemeinden im Aargau) in Form von Dividenden, Kauf von Gemeindenetzen, Steuern, Konzessionsentschädigungen, Wasserrechtsentschädigungen und Gebühren belaufen sich auf CHF 35,7 Mio. (Vorjahr CHF 41,3 Mio.). Der Generalversammlung wird eine Dividendenausschüttung von CHF 17,0 Mio. beantragt. (aew)