Das ist eine Medienmitteilung der EBL – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.
Mehr als 300 Genossenschafterinnen und Genossenschafter der ECOGEN Rigi Genossenschaft kamen im Mehrzwecksaal in Adligenswil zusammen, um über die geplante Übernahme zu entscheiden. Präsident Dr. Andreas Moser hob in seiner Eröffnungsrede hervor, dass mit der EBL eine starke Partnerin gefunden wurde, die den reibungslosen Betrieb und den schnellen Ausbau des Wärmeverbundes sicherstellt. Zudem übernehme die EBL alle bestehenden vertraglichen Verpflichtungen. Selbst Genossenschafter, könne er die Fusion mit grosser Überzeugung zur Annahme empfehlen. Die Mitglieder folgten diesem Aufruf und stimmten mit 336 zu 6 Stimmen dem Fusionsvertrag zu. Mit der Zustimmung der Genossenschafterinnen und Genossenschafter ist die wichtigste Weiche gestellt; letzte ausstehende Vollzugsbedingungen müssen noch erfüllt werden. Die EBL ist zuversichtlich, dass dies in den kommenden Tagen der Fall sein wird, damit dem erfolgreichen Abschluss nichts mehr im Weg steht.
Moderate Anpassung des Wärmepreises
Die Anpassung des Wärmepreises auf durchschnittlich 17 Rappen pro Kilowattstunde stand ebenfalls auf der Traktandenliste. Die Anpassung ist notwendig, um die langfristige wirtschaftliche Stabilität zu sichern, die zuverlässige Wärmeversorgung zu gewährleisten und Investitionen in den Netzausbau zu finanzieren. Die Versammlung folgte diesen Argumenten und stimmte der Anpassung des Wärmepreises mit grosser Mehrheit zu, der weiterhin attraktiv bleibt.
Verwaltungsrat mit lokaler Verankerung
Mit der Zustimmung zum Fusionsvertrag und der Erhöhung des Wärmepreises hat die Genossenschaft wichtige Voraussetzungen für den Vollzug der Fusion erfüllt, die noch bis Ende Januar stattfinden soll. Die EBL Erneuerbare Energien AG wird künftig unter dem Namen EBL Fernwärme Rigi AG firmieren, mit Sitz in Küssnacht. Die lokale Verankerung ist für die EBL von grosser Bedeutung. Daher wird auch weiterhin eng mit lokalen Dienstleistern zusammengearbeitet. Zudem sind lokale Vertreter im Verwaltungsrat eingebunden: Dieser besteht aus drei hochrangigen Mitgliedern der EBL sowie Bernadette Reichlin und Paul Muheim, beide aus der bisherigen Verwaltung der ECOGEN Rigi Genossenschaft. Damit bleibt die Verbindung zur Region auch nach der Fusion sichergestellt.
Energieerzeugung und -verteilung aus einer Hand
Zusätzlich zur Übernahme des Fernwärmenetzes wird die EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) Mehrheitsaktionärin des AGRO Energiezentrums Rigi in Haltikon, das nachhaltige Fernwärme aus regionalen Quellen produziert. Dies garantiert die enge Zusammenarbeit mit regionalen Energiepartnern und die nachhaltige Energieversorgung in der Region. Die Geschäftsleitung der EBL Fernwärme Rigi AG wird ihre Arbeit sofort aufnehmen. Insgesamt investiert EBL noch in diesem Jahr mehr als 20 Millionen Franken, um sämtlichen Forderungen nachzukommen und den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes zügig zu forcieren. Zu den Prioritäten gehört die Netzverdichtung in Küssnacht, Immensee und Adligenswil sowie der Bau der Transitleitung von Haltikon nach Adligenswil. (ebl)