Fernwärme fürs untere Wiggertal hat Potenzial

Die Machbarkeitsstudie der vier regionalen Energieversorger tba energie ag Aarburg, EW Oftringen AG, EW Rothrist AG und StWZ Energie AG Zofingen zeigt, dass Fernwärme im unteren Wiggertal grosses Potenzial hat. Die wirtschaftliche Realisierbarkeit muss nun noch vertieft überprüft werden.
01.04.2022

Das ist eine Medienmitteilung von StWZ Energie AG – die darin publizierten Inhalte geben nicht notwendigerweise die Meinung des VSE wieder.

 

Die Energiestrategie 2050 des Bundes verfolgt unter anderem einen erhöhten Einsatz von CO2-neutraler Fernwärme. Regional soll dies dank einer koordinierten Wärmeversorgung mit der Nutzung von Abwärme, der Wärmeproduktion durch erneuerbare Energien und dem Ausbau des Fernwärmenetzes umgesetzt werden. So zum Beispiel mit dem Vorhaben, die Fernwärmeversorgung im unteren Wiggertal stark auszubauen.

Grosses Potenzial

Das Projekt «enphor» des Verbandes Entsorgung Region Zofingen (erzo) hat die vier regionalen Energieversorger tba energie ag Aarburg, EW Oftringen AG, EW Rothrist AG und StWZ Energie AG Zofingen dazu bewogen, das Potenzial von Fernwärme im unteren Wiggertal in einem Projekt abklären zu lassen. Die entsprechende Analyse wurde durch eine Steuerungsgruppe, unterstützt von einem externen Spezialisten-Team, vorgenommen. Anton Bucher, Verwaltungsrat der EW Oftringen AG und Mitglied der Steuerungsgruppe, erklärt: «Die Resultate der technischen Machbarkeitsstudie liegen nun vor und zeigen, dass der Absatz von Fernwärme im Siedlungsgebiet der Gemeinden Aarburg, Oftringen, Rothrist, Zofingen und Strengelbach durchaus grosses Potenzial hat.» Gemäss der Studie gibt es genügend potenzielle Abnehmer für Fernwärme, und das Leitungsnetz könnte technisch gut realisiert werden.

Finanzielle Machbarkeit offen

Noch offen ist hingegen die wirtschaftliche Machbarkeit. Bucher sagt dazu: «Die finanzielle Umsetzung wird eine Herausforderung. Deshalb wollen wir nun in einem weiteren Schritt auch die finanzielle Machbarkeit vertieft klären». Entscheidend wird dabei vor allem der Preis für die Wärme sein. Die rund 150 Millionen Kilowattstunden Wärme, welche im Zuge des Projekts «enphor» der erzo zukünftig pro Jahr produziert werden sollen, müssen zu einem marktfähigen Preis bezogen werden können. «Nur so kann das Vorhaben der Fernwärmeversorgung im unteren Wiggertal auch wirtschaftlich umgesetzt werden», erklärt Bucher. Die rund 150 Millionen Kilowattstunden Wärme würden Einsparungen von rund 30'000 Tonnen CO2 erzielen und so einen bedeutenden Beitrag leisten, um bis ins Jahr 2050 im unteren Wiggertal eine CO2-freie Energieversorgung zu erreichen. Die Ergebnisse der weiteren Abklärungen zur finanziellen Umsetzung sollen voraussichtlich Mitte 2022 vorliegen. (stwz)