Erfolgreiches erstes Produktionsjahr des Kraftwerks Gurtnellen

An ihrer dritten Generalversammlung konnte die Kraftwerk Gurtnellen AG am 25. März 2019 auf ein positives Geschäftsjahr zurückblicken: Am 9. Juni 2018 wurde das Kraftwerk mit einem Tag der offenen Tür mit zahlreichen Gästen feierlich eingeweiht. Das KW Gurtnellen produzierte im vergangenen Geschäftsjahr 38,68 Millionen Kilowattstunden (kWh) erneuerbaren Strom. Das reichte für die Versorgung von 8‘700 Haushalten und steuert einen wichtigen Beitrag an die Energiewende bei.
26.03.2019

Das umfassend ausgebaute und erneuerte Kraftwerk (KW) Gurtnellen wurde am 9. Juni 2018 nach knapp zwei Jahren Bauzeit feierlich eingeweiht. Die Bevölkerung, aber auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, nutzten die Gelegenheit für einen Blick hinter die Kulissen des Kraftwerks. 


Frühere Inbetriebsetzung zahlt sich aus

«Die Inbetriebsetzung des KW Gurtnellen erfolgte rund drei Monate früher als geplant», führt  Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der KW Gurtnellen AG, aus. «Und dies trotz des sehr anspruchsvollen Baus in alpinem Gelände, der uns vor zahlreiche Herausforderungen stellte.» Durch die frühere Inbetriebsetzung konnte 2017/18 bereits ein erstes volles Produktionsjahr erreicht werden. Mit sehr erfreulichen Zahlen:  Die Jahresproduktion betrug 38,68  Millionen kWh, budgetiert waren 31,5 Millionen. «Die günstige Wetterkonstellation im ersten Geschäftshalbjahr hat die Stromproduktion positiv unterstützt» führt Werner Jauch aus. «Und dank der sehr hohen Verfügbarkeit der Kraftwerksanlagen konnten wir diese günstigen Voraussetzungen optimal nutzen.»

Ein wichtiger Beitrag für die Energiewende

Die 38,68 Millionen kWh aus dem KW Gurtnellen reichen zur Versorgung von 8700 Haushalten und liefern einen wichtigen Beitrag an die Energiestrategie des Kantons Uri. Diese feierte 2018 ihr 10-Jahr-Jubiläum. Der Ausbau der Wasserkraft ist darin ein zentrales Thema. Bis 2020 soll die Stromproduktion aus Wasserkraftwerken gegenüber 2006 um 150 Millionen kWh erhöht werden. «Insgesamt hat EWA zusammen mit Partnern in den vergangenen Jahren 116 Millionen kWh Stromproduktion  mit neuen Kraftwerken zugebaut». Diese 116 Millionen kWh können sich auch schweizweit sehen lassen. «Das ist mehr als 25 Prozent des gesamten Zubaus bei der Kleinwasserkraft in der ganzen Schweiz in den letzten zehn Jahren.»

Energie für die (Volks-)Wirtschaft

In seiner langen Geschichte hat das KW Gurtnellen weit mehr als «nur« Strom produziert. Der Strom war und ist eine Basis für die industrielle Entwicklung in Gurtnellen. Die umfassende Erneuerung und der Ausbau des Kraftwerks haben einmal mehr Arbeit und Wertschöpfung ins Urner Oberland gebracht. Die 25.5 Millionen Franken Investitionssumme blieben zum überwiegenden Teil in Uri. Rund 50 Urner Firmen waren am Bau beteiligt. Der Betrieb sorgt weiterhin für Arbeit.  Im vergangenen Jahr leistete das KW Gurtnellen rund 1.19 Mio. Franken Beiträge an die öffentliche Hand  in Form von Wasserzinsen, Steuern und Dividenden.

«Ein Projekt für Mutige» wurde das Projekt KW Gurtnellen genannt. Damit war zum einen die sehr anspruchsvolle Bautätigkeit im Gebirge gemeint und zum anderen der nicht minder herausfordernde Projektierungs- und Bewilligungsprozess. «Eine Investition in Höhe von 25.5 Millionen Franken ist immer etwas für Mutige» erklärt Werner Jauch. «Wer investiert, glaubt an die Zukunft, an die Region, die Menschen. Die lange Geschichte des KW Gurtnellen ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich Mut und Optimismus langfristig auszahlen.»

Kurt Schuler neu im Verwaltungsrat

An der Generalversammlung vom 25. März 2019 wurde Peter Ziegler als Verwaltungsrat verabschiedet. Werner Jauch, Präsident des Verwaltungsrats dankte ihm für seinen Einsatz und sein Engagement für die KW Gurtnellen AG. Als neuen Vertreter der Korporation Uri im Verwaltungsrat wählte die Generalversammlung Korporationsverwalter Kurt Schuler. (ewa)